Donauschifffahrt bringt Wertschöpfung für Linz und ganz OÖ – sachliche Debatte nötig

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: Positive und negative
Auswirkungen diskutieren und gemeinsame Lösungen finden

 Linz und anderen oberösterreichischen Donaugemeinden ist es in den letzten zehn Jahren gelungen, sich als erfolgreiche und attraktive Tourismusdestination für die Donauschifffahrt zu etablieren. Eine 2017 präsentierte Studie (mit Erhebungszeitraum 2016) zu den Wertschöpfungseffekten der Kabinenschifffahrt im Donauraum erbrachte alleine für Linz quantifizierbare regionale Nettoumsätze von mindestens 9,2 Mio. Euro. Seit dem Erhebungszeitraum 2016 sind die Anlegezahlen der Kabinenschiffe in Linz um weitere 50 Prozent gestiegen.

Tatsache ist, dass viele Branchen in Linz und ganz Oberösterreich von der Donauschifffahrt profitieren und damit direkt und indirekt Arbeitsplätze gesichert werden:

  • Betreiber der Schiffsanlegestellen in Form von Ländengebühren
  • Oö. Busunternehmen, die Schifffahrtsgäste zu Zielen in Linz und ganz Oberösterreich transportieren
  • Lokaler Handel und Gastronomie, die von Einkäufen der Gäste während ihrer Tagesausflüge profitieren
  • Fremdenführer, die Gäste während ihrer Ausflüge begleiten
  • Oö. Lieferanten und Dienstleister, die Aufträge für die Schifffahrtsunternehmen abwickeln

Trotz der positiven Wertschöpfungsentwicklung für Linz und ganz Oberösterreich sind, wie in allen anderen Tourismusstädten, auch andere Auswirkungen (z.B. Strom- und Treibstoffversorgung, Schiffsversorgung und Abfallentsorgung) damit verbunden.

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: „Bei einem Experten-Treffen mit Vertretern von Politik, Tourismusverband, Wirtschaftskammer und den hauptbetroffenen Branchen in der WKO sollte jetzt konstruktiv daran gearbeitet werden, die Situation bei den Schiffsanlegestellen zu verbessern. Dabei müssen mehrere Aspekte im Fokus stehen: eine möglichst hohe Wertschöpfung für Linz und Oberösterreich, die Zu- und Abfahrtssituation für Busse und Lieferanten zu den Schiffsanlegestellen, Überlegungen zur Entsorgung, die Umrüstung auf Landstrom und natürlich auch die Interessen der Bevölkerung.“

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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