Rußbach und Abtenau sind wieder verbunden

Militärkommandant Anton Waldner übergab die Behelfsbrücke an Landeshauptmann Wilfried Haslauer

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.08.2019 

(LK) Am 29. Juli riss das Hochwasser im Lammertal die Neuhausbrücke komplett weg, Rußbach war einige Stunden gar nicht und dann nur von der oberösterreichischen Seite her zu erreichen. Das ist nun Dank des Einsatzes der Pioniere des Bundesheeres und der Brücken- und Straßenmeisterei vorbei. Zwar nur zeitweise und eingeschränkt, aber doch rollt der Anrainerverkehr seit heute 5 Uhr über die Behelfsbrücke. Die Tennengauer atmen auf.

Was das Hochwasser getrennt hat, hat der Mensch wieder zusammengefügt. Militärkommandant Anton Waldner übergibt heute ganz offiziell die Pionierbrücke in Rußbach an Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Hand in Hand mit der Brücken- und Straßenmeisterei Tennengau unter der Leitung von Johann Steiger wurde die zerstörte Verbindung in nur 13 Tagen wieder hergestellt. „Eine tolle Leistung, die nicht nur zeigt, was unser Bundesheer kann und welch eine große Stütze die Soldaten sind. Es zeigt auch, was möglich ist, wenn alle zusammen helfen, von der Straßenmeisterei bis hin zu den Bürgermeistern, Gemeindearbeitern und den beteiligten Firmen“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Übergabe.

Im betroffenen Gebiet geholfen

Der Landeshauptmann dankte dem Militärkommandanten und den Soldaten, die sich in Rußbach weder von Hitze noch von kräftigen Regengüssen abbringen ließen. „Ich habe mich selbst mehrmals vom professionellen Einsatz der Salzburger Pioniere in Rußbach überzeugen können. Das kann eben nur das Bundesheer: innerhalb weniger Tage eine komplette Brücke errichten. Mit diesem Assistenzeinsatz haben wir vor allem der Bevölkerung im betroffenen Gebiet geholfen“, so Militärkommandant Anton Waldner.

Bürgermeister: „Jetzt gehören wir wieder zusammen.“

„Wie hier zusammengearbeitet wurde, wie alle mehr gegeben haben als sie mussten und wie schnell alles fertig war, das ist erstaunlich. Wir sind den Soldaten des Bundesheeres, den Mitarbeitern der Straßenmeisterei Tennengau und allen anderen sehr dankbar. Das war eine tolle Leistung“, schwärmen die beiden Bürgermeister Johann Schnitzhofer (Abtenau) und Karl Huemer (Rußbach) und Huemer ergänzt noch schmunzelnd: „Jetzt sind wir wieder mit Salzburg verbunden, ihr habt uns schon ein wenig gefehlt.“

40 Meter über den Rußbach

Das Behelfswerk hat eine Länge von rund 40 Metern und überbrückt den Rußbach. Dabei handelt es sich um eine D-Brücke. Sie ist einspurig und mit einer Ampelregelung ausgestattet. Derzeit darf sie aufgrund der Bauarbeiten an der B166 nur von Anrainern und das zwischen 5 Uhr und 7 Uhr sowie zwischen 17 und 19.30 Uhr befahren werden. Der Linienbusse dürfen den ganzen Tag pendeln.

Noch viel zu tun

Doch die Brücke ist nur eines von vielen Puzzleteilen, die die B166 wieder normal befahrbar machen. Die Wassermassen haben am 29. Juli großen Schaden angerichtet, die in den kommenden Wochen behoben werden müssen.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer, bei der neuen Behelfsbrücke in Russbach, er bedankt sich bei den Pionieren Foto: Land Salzburg / Neumayr/Probst, 12.08.2019.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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