„Acker&Weide“ im Bio.Garten.Eden

In den drei Schwerpunktwochen „Acker&Weide“ von 10. bis 30. Juni dreht sich alles um den Boden und die ökologische Bodenbewirtschaftung.

Das Wirtschaften in Kreisläufen und die Steigerung der Fruchtbarkeit von Böden mittels durchdachter Fruchtfolge und betriebseigenem Wirtschaftsdünger werden bei der Bioschule Schlägl anschaulich erklärt.

Ein lebendiger, gesunder Boden ist die Voraussetzung für gesunde Pflanzen, Tiere und somit auch gesunde Lebensmittel. Wesentliche Prinzipien sind das Wirtschaften in geschlossenen Kreisläufen und der lebendige Boden als Lebensträger der Erde. Er steht im Mittelpunkt aller Bewirtschaftungsmaßnahmen.

Biobetriebe steigern die Fruchtbarkeit des Bodens durch eine durchdachte Fruchtfolge und betriebseigenen Wirtschaftsdünger.

„Kreislaufwirtschaft ist das Gebot der Stunde“, sagt Johann Gaisberger, Direktor der Bioschule Schlägl. „Es soll nichts bleiben, was nachfolgende Generationen entsorgen müssen.“

Wer Bio im Garten lebt, will auch mit allen Sinnen genießen – und vor allem schmecken.

Der neu angelegte Bio-Kreislauf und die Bioschule Schlägl zeigen, wie biologische Lebensmittel auf unsere Teller kommen und wie nachhaltige Landwirtschaft gelingt.

Die Stationen des Bio-Kreislaufs wurden in Zusammenarbeit mit Lehrenden der Bioschule konzipiert.

„In 20 Jahren ist das kein Thema mehr, sondern es wird selbstverständlich sein, dass Lebensmittelproduktion in einer Kreislaufwirtschaft funktionieren muss“, ist sich Gaisberger sicher.

Bio-Kreislauf funktioniert auch im eigenen Garten

Fruchtfolge – die zeitliche Aufeinanderfolge von Kulturpflanzen im Laufe der Jahre – ist die Basis für eine erfolgreiche Ernte – auch im Hausgarten.

„Lernen im Kreislauf der Jahreszeiten – das funktioniert vor allem auch im Garten. Dass man mit der Natur lebt und sieht, wie sich der Garten verändert. Deswegen haben die Menschen einen Garten, weil sich etwas verändert und nicht immer gleich ist“, sagt Johann Gaisberger.

Wer wissen möchte, welche Vorteile diese Form der Bewirtschaftung auch im eigenen Garten bringt und wie das funktioniert, besucht die Landesgartenschau Bio.Garten.Eden am besten in den Schwerpunktwochen „Acker&Weide“.

Erstmals wird bei einer OÖ Landesgartenschau mit bio-zertifizierten landwirtschaftlichen Flächen den Besuchern auch ein umfassender Einblick in die Arbeit von Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern gewährt.

„Darüber hinaus wird am Areal der Gärten auch gezeigt, dass durch den Einsatz von Düngern, die auch in der Bio-Landwirtschaft zugelassen sind, auch ein erster Schritt in die Nachhaltigkeit beschritten werden kann. Biologisches Saatgut, Heckenpflanzen und Obstbäume sind bereits in Bio-Qualität erhältlich – das ist auch für Hobby-Gärtner/innen spannend“, sagt Sigrid Weissengruber von BIO AUSTRIA.

Zusätzlich zu wertvollen Infos rund um den gesunden Boden, wird auch das Thema Weidehaltung genau erklärt. Bio-Kühe und Bio-Schafe weiden im Gartenschau-Gelände und geben einen Einblick in die Weidehaltung bei österreichischen Bio-Betrieben.

Das Besondere an den Schwerpunktwochen ist die praktische Wissensvermittlung und Informationsweitergabe von Experten. „Wissenswertes bekommt man bei uns nicht nur an den Infotafeln vermittelt. Es stehen auch Expertinnen und Experten bereit, die durch praktisches Vorzeigen, Impulsvorträge und im direkten Gespräch ihr Wissen weitergeben und für Fragen zur Verfügung stehen. Welche Expertinnen und Experten am Gelände sind und welche Infos sie vermitteln, richtet sich nach unseren jeweiligen Schwerpunktwochen“, erklärt Stefanie Felhofer, die bei der OÖ Landesgartenschau für den Bereich Eventmanagement zuständig ist.

Zudem erwartet die Besucher/innen der OÖ Landesgartenschau auch in den Schwerpunktwochen „Acker&Weide“ wieder ein abwechslungsreiches Programm.

Am Freitag, 14. Juni, gibt es von 11.00 bis 12.00 Uhr eine Sondersendung live von der Gartenschau mit Radio OÖ und der Bio Region Mühlviertel.

Am 20. Juni wird „Fräulein Brehm“ aufgeführt – ein Theaterstück für heimisch gefährdete Tierarten.

Der „Tag des ökologischen Gärtnerns“ mit Karl Ploberger ist am Freitag, 21. Juni, ab 9.00 Uhr. 

Am Freitag, 28. Juni, folgt ab 10 Uhr der Beratungstag der OÖ Gärtner – ein informativer Tag für alle Garteninteressierten.

Abschluss der Themenwochen ist das OÖ Bodenfest „BODEN erLEBEN“ am 30. Juni ab 10.00 Uhr.

Ausstellung „Florales Stillleben in Urban Gardening“ – Vernissage am 12. Juni

Auch im Glashaus werden zum Thema passend Schätze des floralen Handwerks gezeigt. Verbaute Flächen, Dächer, Industriebauten so nützen, um für Menschen Ruhezonen zu schaffen und Tieren einen Lebensraum zu bieten. Die Garage als Hochbeet nutzen oder ein Dachbiotop auf einer Halle errichten. Urban Gardening wird floral interpretiert vom Linzer Floristen Robert Klima.

Foto: Landesgartenschau Bio.Garten.Eden

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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