Spannende Einblicke in Luftfahrtbranche bei Greiner aerospace in Pettenbach

Da Oberösterreich Zentrum von Österreichs Luftfahrtindustrie und -wirtschaft ist, hat sich die WKOÖ zum Ziel gesetzt, Oberösterreich als Luftfahrtindustrie-Standort weiterzuentwickeln und die Akteure aus dem Bereich stärker zu vernetzen. Dazu wurde die Initiative „OÖ Luftfahrtindustrie“ gestartet. Gestern gab es bei Greiner aerospace in Pettenbach eine Best-Practice-Veranstaltung. Beim Auftakt der heurigen Luftfahrtvernetzungsveranstaltungen gaben Greiner-aerospace-Geschäftsführer Martin Höffinger und F&E-Leiter Norbert Hessenberger über 30 Experten von oö. Luftfahrtleitbetrieben und Forschungseinrichtungen spannende Einblicke in ein hoch innovatives Vorzeigeunternehmen.

Bekannt wurde Greiner aerospace, ein Unternehmen der Greiner Foam International, dem Schaumstoffexperten der Greiner AG, durch seine Innovationsleistung in der Entwicklung von Schäumen für die Flugzeugindustrie und deren Verarbeitungstechnologie. Auch heute bieten diese Kompetenzen noch entscheidende Vorteile für Kunden und eine klare Abgrenzung zum Mitbewerb.

Die aktuelle Forschung und Entwicklung geht aber weit darüber hinaus. Dem Kundenwunsch nach One-stop-Lösungen folgend, forscht Greiner aerospace laufend an neuartigen Materialien. So wurde 2017 eine integrierte Struktur für Sitzkissen patentiert, die nach bestandenen Praxistests 2018 in Serien ging. Namhafte Sitzhersteller wie Geven, in Verbindung mit der Lufthansa-Gruppe, haben sich für diese Innovation entschieden, die eine Reduktion der Einzelkomponenten bei der Flugzeugsitzherstellung sowie eine Verringerung des Wartungsaufwandes im Flugzeug selbst ermöglicht.

Neueste Entwicklungen gehen Richtung Internet of Things, mit Digitalisierung und Personalisierung im Fokus. Unter dem Arbeitstitel „Greiner Intelligent Seat“ werden neuartige Technologien in Sitzkissen und Bezüge integriert, um Möglichkeiten wie Datenauswertungen oder Energiegewinnung zu nutzen. Konkrete Vorteile für Fluglinien und MROs ergeben sich beispielsweise durch die Früherkennung eines notwendigen Tausches von Kissen oder Bezügen sowie durch die Reduktion des Zeitaufwandes in der Wartung. Darüber hinaus ist ein deutlich verbesserter Komfort für den Passagier in naher Zukunft realisierbar, zum Beispiel durch unmittelbares Feedback des Flugzeugsitzes zur richtigen Sitzposition.

An der Schaumqualität von Sitzkissen und erweiterten Funktionalitäten von Bezugmaterialien, wie etwa einer antibakteriellen Wirkung, wird gemeinsam mit Greiner-Tochtergesellschaften geforscht. Auch hier zeigen sich richtungweisende Möglichkeiten bei „Health Care“ und „Safety“. Greiner aerospace wird künftig auch in diesem Segment wieder Exklusivqualitäten bieten. Entwicklungsprojekte in Kooperation mit Airlines und Sitzherstellern sind in der Pipeline.

Abgerundet wurde die Präsentation von Greiner aerospace durch Vorträge von Airbus-Kabinen-Experte Andreas Baatz und Andreas Haidenthaler, Wirtschaftsdelegierter in München.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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