Terra Mater – Das Wunder Ei, am Mittwoch 17. April ab 20:15 Uhr auf ServusTV

Im Ei reift Leben heran – behütet und beschützt vor der Außenwelt, entwickelt sich hier der Nachwuchs der Vögel. David Attenborough begibt sich in eine faszinierende Welt. Der legendäre Naturfilmer präsentiert das Wunder Ei in all seinen Facetten.


Symbolik des Lebens
Hühnereier sind bei vielen Menschen ein fester Bestandteil eines guten Frühstücks. Vielleicht haben wir deshalb ein Stück weit den Blick für ihre Faszination verloren. Denn das Ei gilt nicht umsonst als Symbol des Lebens. So unterschiedlich wie die Elterntiere unzähliger Vogelarten sind auch ihre Eier und Brutstrategien. Von der Befruchtung bis zur Eiablage und schließlich dem Schlüpfen des Kükens gibt es viel zu entdecken. David Attenborough lüftet die Geheimnisse des Vogeleis, eines unterschätzten Wunders der Natur. Denn die Frage, was genau hinter Farbe, Muster und Form eines Vogeleis steckt, beschäftigt Wissenschaftler bis heute.   

Der perfekteste Gegenstand im Universum
1862 bezeichnete der amerikanische Schriftsteller Thomas Wentworth Higginson das Ei als „perfektesten Gegenstand im Universum“. Damit hat er nicht Unrecht. Denn ein Vogelei schützt den Embryo in seinem Inneren, ohne ihn zu ersticken. Gleichzeitig ist es so zerbrechlich, dass sich das Junge beim Schlüpfen daraus befreien kann. Von der Antarktis bis in die Tropen findet man Vogeleier in allen Klimazonen der Welt. Im Ei können sich Vogelembryonen außerhalb des zu warmen Körpers der Mutter entwickeln, so lange die Eltern sie ausreichend bebrüten. Meisen etwa können abhängig vom Wetter in der Brutphase den Schlupfzeitpunkt ihres Nachwuchses beeinflussen. Im Gegensatz zu uns Menschen ist es bei Vögeln nicht damit getan, dass eine Eizelle befruchtet wird. Die Mutter muss bereits im Vorfeld zusätzliche Nährstoffe aufnehmen, um eine ausreichende Dottermenge zu produzieren. Erst dann kommt es zur Befruchtung und für den Embryo beginnt die Reise durch den Legedarm. Rings um den Dottersack, der seinen Nahrungsvorrat enthält, bilden Eiklar und Kalkschale Schutzschichten, die sogar Krankheitskeime fernhalten können. So kommt schließlich ein fertiges Ei zum Vorschein, bereit, ausgebrütet zu werden.   

Vom winzigen Kolibri-Ei bis zum riesigen Straußen-Ei 
Es gibt eine weite Palette von Vogeleiern in vielen Farben und Formen. Doch ihr Farb- und Musterdesign ist nicht bloß dekorativ, sondern überlebenswichtig. Farbgebung und Musterung dienen als Tarnung, reduzieren das Überhitzungsrisiko und machen selbst geschickten Fälschern wie dem Kuckuck das Leben schwer. Der Kuckuck kümmert sich nicht um seinen Nachwuchs, sondern lässt sein Ei von einer anderen Vogelart ausbrüten. Doch im gleichen Maß wie der Kuckuck sein Ei dem Ei des Wirts anpassen muss, ändert auch der Wirt die Muster seiner Eier, um sie so „fälschungssicher“ zu machen. Neben der Farbgebung ist auch die Form Gegenstand der Forschung. Aber wie so oft gibt es auf die Frage, warum manche Eier länglich, andere rund und einige sogar kegelförmig sind, keine einfache Antwort. Klimazonen, Lage und Ort des Brutplatzes, Fressfeinde und Brutstrategien der Elterntiere – haben Einflüsse auf das Erscheinungsbild eines Vogeleis. Und unter den 10.000 Vogelarten, die man heute kennt, sind hunderte, deren Eier nie beschrieben wurden. Um das Wunder Ei ranken sich also noch einige Geheimnisse, die nur darauf warten, gelüftet zu werden.

Terra Mater – Das Wunder Ei, am Mittwoch 17. April ab 20:15 Uhr


Sir David Attenborough hält ein frisch geschlüpftes Hühnerküken in der Hand. Fotorechte: ©Terra Mater / Mike Birkhead Associates
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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