Musealverein Hallstatt – Jahreshauptversammlung 2019

Präses Rudolf Gamsjäger zieht bei der diesjährigen Jahresversammlung des Musealvereins in seinem Bericht eine eher suboptimale Bilanz über das Jahr 2018.
Die Anzahl der Besucher hat sich leider wieder reduziert. Bis Jahresende wurden in Summe 10.304 Besucher gezählt, davon 469 Besitzer von Freikarten. Gegenüber dem Jahr 2017 ist dies ein Verlust von 1.688 Personen. Bei den Einnahmen aus dem Verkauf ist das wirtschaftliche Ergebnis ähnlich wie im Vorjahr. Der auf kultureller Basis arbeitende Verein hat derzeit 352 Mitglieder, von denen zehn im Vereinsvorstand tätig sind.

Für die vier verstorbenen Mitglieder Siegfried Gruber, Wilhelm Heininger, Gudrun Schreier und der langjährigen Mitarbeiterin Theresia Törö wurde eine Gedenkminute abgehalten.
Außerdem gedachte man an den 50. Todestag von Dr. Friedrich Morton, er leitete ab 1925 als Kustos das Hallstatter Museum und war Naturwissenschaftler, Höhlenforscher, Reiseschriftsteller und Prähistoriker.

Kassierin Hilda Gamsjäger legte einen ausgeglichenen Kassabericht vor und ihr wurde von der Versammlung einstimmig die Entlastung erteilt. Präses Gamsjäger kündigt notwendige, umfangreiche Reparaturarbeiten und Änderungen im Museumsbereich an.
Bezüglich Dachsanierung wurde bereits mit der Marktgemeinde Kontakt aufgenommen. Dankesworte gab es für die Museumsmitarbeiter und einen Willkommensgruß an Frau Ulrike Schlager, die seit 1.3.2018 als zweite Kassierin tätig ist. Das Protokoll der letzten Sitzung von Schriftführer Peter Mayrhofer und der Jahresbericht von Kustos Karl Wirobal liegen schriftlich vor. Bgm. Alexander Scheutz (lt. Statuten ist der amtierende Bürgermeister auch Vorstandsmitglied des Musealvereins) dankte in seinen Grußworten dem Vorstand – Rudolf Gamsjäger (Geschäftsführung), Hilde Gamsjäger (Buchhaltung, Finanzen), Hans Jörgen Urstöger (Archiv, Fotosammlung, Hallstatt-Chronik), Karl Wirobal (Heimatkundliches Schrifttum, Verwaltung Sammlung), Robert  Zahler (Digitalisierung des Archiv-Bestandes), Rudolf Scheutz (Fotos), Peter Mayrhofer und Robert Wirobal (Schriftführer) – für die ehrenamtliche und wissenschaftliche Arbeit und sichert dem Vorstand volle Unterstützung bei den anfallenden Arbeiten zu.

Mit einem interessanten Vortrag überraschte Konsulent Hans Jörgen Urstöger die Versammlung. „Die Wilt-Gesellschaft in Hallstatt – Die Geschichte der Gottinger Villa“. Urstöger: „ Im Jahre 1870 siedelte sich die Künstlerfamilie Wilt in Hallstatt an und hat in der Folge einen großen Anteil am Kulturgeschehen im alten Bergmannsort.
Sie ging als Wilt-Familie in die Ortsgeschichte ein. Es wurden Villen gebaut, Vereine gegründet, es gab soziale Veranstaltungen und Aktionen für die Bevölkerung. Gäste, wie Johann Strauss, Johannes Brahms, Wilhelm Kienzl, Anton Bruckner, Hans Graf Wilczek, Alexander Giradi, Edmund Mojsisovics, Eduard Suess, Josef Szombathy, Leopold Schrötter und viele andere gehörten zum Alltag von Franz Wilt. Nach dem Ersten Weltkrieg starb Franz Wilt und die Ära ging zu Ende. Die Villen wurden abgerissen und umgebaut und die „Wilts“ gerieten in Vergessenheit“.

Text und Bilder: Franz Frühauf

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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