Wintersportsplitter gesammelt: Iraschko-Stolz gewinnt am Holmenkollen (NOR)//Kraft am Holmenkollen nur von Johansson (NOR) geschlagen



Daniela Iraschko-Stolz hat die Premiere der norwegischen RAW-Air-Serie am Holmenkollen von Oslo (NOR) für sich entschieden. Die Steirerin setzte sich mit Sprüngen auf 120 und 121 Meter deutlich vor den Deutschen Juliane Seyfarth und Katharina Althaus durch. Chiara Hölzl wurde Sechste, Eva Pinkelnig verpasste als Elfte die Top Ten knapp. Jacqueline Seifriedsberger belegte den 21. Rang.

Weltmeisterin und Weltcup-Seriensiegerin Maren Lundby (NOR) kam vor ihrem Heimpublikum nicht über Rang fünf hinaus. Mit ihrem 16. Erfolg im Weltcup übernahm Iraschko-Stolz auch die Führung in der erstmals auch bei den Damen ausgetragenen Raw-Air-Wertung. Fortgesetzt wird die Serie am Montag mit der Qualifikation in Lillehammer.

***Daniel Iraschko-Stolz***
„Im Training hatte ich noch kleine Probleme damit, wie ich oben vom Balken wegfahren soll. Aber rechtzeitig zum Bewerb ist mir der Knopf aufgegangen. Ich bin heute sehr entschlossen Skigesprungen und das taugt mir, wenn ich mit Herz springe und mich total überwinde. Das ist momentan nicht so einfach, weil mir ein bisschen das Selbstvertrauen fehlt.“

***Damen-Cheftrainer Harald Rodlauer***
„Ich freue mich extrem über die Leistung der Damen heute. Was Daniela gezeigt hat, ist ganz hoch einzuschätzen. Sie hat immer gesagt, dass sie körperlich schon sehr am Limit ist. Die WM hat extrem viel Energie gebraucht und auch die Wochen davor waren nicht einfach. Sie hat heute bei schwierigen Bedingungen gewonnen.“

Ergebnis Oslo Damen (10.3.2019)
https://oesv.info/media2/presse/c95e56c6720d168e.pdf

Kraft am Holmenkollen nur von Johansson (NOR) geschlagen
***Ryoyu Kobayashi (JPN) fixiert Gesamtweltcupsieg***


Erfolger Sonntag für Österreichs Skispringer am Holmenkollen in Oslo (NOR). Nachdem Daniela Iraschko-Stolz bei den Damen am Vormittag mit ihrem Sieg vorgelegt hatte, konnte Stefan Kraft es ihr am Nachmittag fast gleichtun. Der Salzburger wurde beim ersten Einzelspringen der norwegischen RAW-Air-Serie nur von Robert Johansson (NOR) überflügelt. Der dritte Platz ging an Peter Prevc (SLO), bevor auf Rang vier mit Philipp Aschenwald ein weiterer ÖSV-Athlet folgte. 

Die Ergebnisse der weiteren Österreicher: 15. Daniel Huber, 23. Michael Hayböck, 25. Clemens Aigner, 27. Manuel Fettner, 31. Jan Hörl.

In der Raw-Air-Wertung liegt Johansson nun nach drei von zehn Bewerben mit 28,1 Punkten Vorsprung auf Kobayashi bzw. 30,5 Punkten Vorsprung auf Kraft an der Spitze. Die nächste Station ist Lillehammer, wo bereits am Montag die Qualifikation auf dem Programm steht.

***Ryoyu Kobayashi (JPN) fixiert Gesamtsieg***
Der elffache Saisonsieger Ryoyu Kobayashi aus Japan fixierte in Oslo als Fünfter vorzeitig den Gewinn der großen Kristallkugel im Weltcup. Der 22-Jährige ist der erste Japaner und der erste Nicht-Europäer, der die Saisonwertung für sich entscheidet.

***Stefan Kraft***
„Das war ein knapper Fight. Johansson hat es sich verdient, er war der Beste auf dieser Schanze, Hut ab. Es ist immer gut, wenn man so in eine Tournee hineinstartet. Ich freue mich auf die nächsten Schanzen bei der RAW Air, die mag ich alle sehr gern.“

***Philipp Aschenwald***
„Im Probedurchgang konnte ich kein gutes Gefühl aufbauen, aber das waren jetzt zwei lässige Wettkampfsprünge. Jetzt bin ich zwar Vierter, aber megazufrieden. Wenn ich mit der Lockerheit weitermache, kann vielleicht das eine oder andere noch bessere Ergebnis herausschauen. Ich mache mir aber keinen Stress und freue mich nur auf jeden Sprung.“

***RAW Air (NOR) – Weiteres Programm***

Montag, 11. März – Lillehammer
15:15 Uhr: Offizielles Training
17:30 Uhr: Qualifikation – Herren
18:50 Uhr: Offizielles Training
20:30 Uhr: Qualifikation – Damen

Dienstag, 12. März
16:00 Uhr: Probedurchgang
17:00 Uhr: Wettkampf – Herren
19:15 Uhr: Probedurchgang
20:00 Uhr: Wettkampf – Damen

Mittwoch, 13. März – Trondheim
15:30 Uhr: Offizielles Training
17:40 Uhr: Qualifikation – Herren
18:50 Uhr: Offizielles Training
20:30 Uhr: Qualifikation – Damen

Gold-Sensation durch Pidruchnyi, Eder in den Top-Ten

Der Ukrainer Dmytro Pidruchnyi holte sich bei der Biathlon-WM in Östersund (SWE) trotz zweier Strafrunden sensationell Gold in der Verfolgung. Mit einer fehlerlosen Finalserie fing der Vierte des gestrigen Sprints, der noch nie auf einem Weltcuppodest stand, noch den lange Zeit überlegen führenden Sprintsieger Johannes Thingnes Bö (NOR) ab, der im letzten Stehendanschlag gleich drei Scheiben stehen ließ. Der Rückstand von Bö nach insgesamt fünf Strafrunden betrug 8,3 Sekunden. Bronze ging wie gestern an den Franzosen Quentin Fillot-Maillet (3 Fehler/+17,7 sec.).

Bester Österreicher war einmal mehr Simon Eder. Der 15. des gestrigen Sprints traf als einziger Athlet des gesamten Starterfeldes alle zwanzig Scheiben und verbesserte sich damit um fünf Ränge auf Platz zehn. Sein Rückstand auf Bronze betrug etwas mehr als eine halbe Minute. Julian Eberhard (4 Fehler) und Felix Leitner (2) belegten die Ränge 19 und 22. Dominik Landertinger, der fünfmal in die Strafrunde musste, fiel auf Rang 34 zurück.

STIMMEN:

Simon Eder: „Ein Top-Ten-Platz ist super, mehr war einfach nicht möglich. Ab der dritten Runde habe ich mein eigenes Tempo laufen müssen. Ich habe es zwei Runden lang probiert, aber es ist mir dann so in die Oberschenkel eingefahren. Für meinen Körper ist es nach längerer Krankheitspause vier Tage volle durchgegangen. Jetzt gilt es die nächsten Tage so geht es geht zu regenerieren, dann werde ich noch einmal richtig angreifen. Die Schießleistung war natürlich super, es hat bei dem einen oder anderen Schuss aber auch ein bisschen Glück gebraucht.“

Julian Eberhard: „Ich habe versucht mit kontrolliertem Risiko nach vorne zu kommen. Zu Beginn habe ich auch wirklich gut ins Rennen gefunden, irgendwann habe ich aber gemerkt ‚Ich stehe an‘. Ich habe ab diesem Zeitpunkt in der Runde kaum mehr Positionen gutmachen können. Alles in allem war es ein sehr schwieriges Rennen, aber ich fühle mich körperlich von Tag zu Tag besser.“

Felix Leitner: „Es war von Anfang an eine Hetzjagd. Nach den beiden fehlerlosen Liegendserien konnte ich mit dem Schweden Samuelsson mitlaufen. Beim ersten Stehendanschlag sind dann leider zwei Fehler passiert. Ich wusste aber, dass mit einem Nuller zum Schluss noch einiges möglich ist. Das ist gelungen und die letzte Runde war richtig geil.“

Weiteres WM-PROGRAMM Östersund (SWE):
Dienstag, 12.03.2019, Damen Einzel, 15.30 Uhr
Mittwoch, 13.03.2019, Herren Einzel, 16.10 Uhr
Donnerstag, 14.03.2019, Single Mixed Staffel, 17.10 Uhr 
Samstag, 16.03.2019, Damen Staffel, 13.15 Uhr
Samstag, 16.03.2019, Herren Staffel, 16.30 Uhr
Sonntag, 17.03.2019, Damen Massenstart, 13.15 Uhr
Sonntag, 17.03.2019, Herren Massenstart, 16.00 Uhr

Top 10 Plätze für Gram und Gohl beim WC in Mammoth

Platz sieben für Elisabeth Gram und Platz neun für Andreas Gohl zum Abschluss des Mammoth Mountain (USA) Halfpipe Weltcup-Finales. 

Für die ÖSV-Halfpipe Athleten ging mit dem gestrigen Bewerb (Samstag, 09.03.19) in Mammoth Mountain (USA) die Halfpipe-Weltcup Saison 18/19 zu Ende und aus österreichischer Sicht mit einem sehr erfreulichen Ergebnis. 
Die gesamte Woche war geprägt von sehr turbulenten Wetterverhältnissen und Verschiebungen. Schlussendlich konnte das Halfpipe Finale am gestrigen Samstag ausgetragen werden. 

***Elisabeth Gram***
„Grundsätzlich ist der letzte Weltcup der Saison recht gut verlaufen. Das Wetter hat uns zwar wieder mal einiges an Nerven gekostet, mit den permanenten Verschiebungen ist es nicht einfach, sich in den Wettkampf-Modus zu versetzen. Im ersten Run bin ich gestürzt, konnte aber den zweiten gut runter bringen und bin mit meiner Leistung grundsätzlich zufrieden. Wir wissen was es braucht um ganz nach oben zu kommen und vorne mitfahren zu können, daran werden wir in den nächsten Monaten arbeiten.“

Der Sieg bei den Damen ging an Cassie Sharpe (CAN) vor Kelly Sildaru (EST) und Kexin Zhang (CHN). 

*** Andreas Gohl*** 
„Ein solches Ergebnis zum Saisonabschluss stimmt mich sehr positiv für die nächste Saison. Heuer war es nicht einfach, vom Sommer bis in den Herbst war die Vorbereitung sehr gut, leider hat mich die Verletzung (Ellbogenfraktur) im November wieder zurück gehaut. Von der WM weg konnte ich mich kontinuierlich steigern und da tut ein neunter Platz zum Abschluss natürlich sehr gut, wozu es auch mein bisher bestes Weltcupergebnis darstellt. Auch wenn die Bedingungen nicht einfach waren bin ich sehr zufrieden. In den nächsten Monaten werden wir wieder Vollgas geben, um in der nächsten Saison hier bestmöglich anknüpfen zu können.“ 

Bei den Herren siegte Birk Irving (USA) vor Simon d´Artois (CAN) und Thomas Krief (FRA). 

Im Halfpipe-Gesamtweltcup platzierten sich die beiden Österreicher in den Top 16. 
Elisabeth Gram schließt im Endklassement mit Rang 10 die Saison ab und Andreas Gohl, als bester europäischer Halfpipe-Athlet, landet auf Rang 16. 

Auch nicht vom Wetter verschont blieb der Slopestyle-Weltcup in Mammoth Mountain. Nach Verschiebungen ist der Start der Qualifikation nun für heute, Sonntag 09:45 Ortszeit (18:45 MEZ) angesetzt.

(C) FIS Mateusz Kielpinski 

Halfpipe finals at the FIS Freeski World Cup event at Mammoth Mountain (USA). Photo: Mateusz Kielpinski (FIS)
Halfpipe finals at the FIS Freeski World Cup event at Mammoth Mountain (USA). Photo: Mateusz Kielpinski (FIS)

Continentalcup – Thomas Jöbstl gelingt Doppelpack
***Paul Gerstgraser gewinnt CoC-Gesamtwertung***


Das Continentalcupwochenende in Nizhny Tagil (RUS) endete heute Sonntag für die ÖSV-Kombinierer äußert erfreulich. Nachdem die ÖSV-Equipe am Freitag über die 5km über die Plätze 10 und 11 durch Dominik Terzer und Philipp Orter nicht hinauskam, gelang Thomas Jöbstl am Samstag und Sonntag ein Doppelpack. 

Jöbstl gewann den Wettkampf am Samstag, der als Massenstart ausgetragen wurde, mit 12,5 Punkten Vorsprung vor Jakob Lange (GER) und Hidefumi Denda (JPN). Philipp Orter schrammte als Elfter knapp an den Top Ten vorbei.

Sonntag stand dann der letzte Wettkampf der diesjährigen Continentalcup-Saison am Programm. Zwei Sprünge und 15km galt es für die Sportler zu absolvieren. Nach dem zwischenzeitlichen achten Platz holte Thomas Jöbstl nicht weniger als 1min 51sek auf Sprungsieger Hidefumi Denda (JPN) auf und sicherte sich den Sieg vor Tomas Portyk (CZE; +34,1sek) und Jakob Lange (GER; 35,8sek). Dahinter reihte sich schon Philipp Orter als Vierter ein. 

***Thomas Jöbstl:*** „Das Wochenende hier in Russland war wirklich genial, ich hätte mir selber nicht gedacht, dass es so gut geht. Meine Laufform war richtig gut, auf der Schanze ist mir auch alles aufgegangen. Die Bedingungen waren nicht einfach, man hat auch das nötige Windglück gebraucht. Alles in allem ein richtig cooler Saisonabschluss.“

Bei den Damen war Tara Geraghty-Moats das Maß aller Dinge. Die US-Amerikanerin gewann alle drei Wettkämpfe, Lisa Hirner belegte als beste Österreicherin die Plätze 4, 5 und 7. 

Die Continentalcup-Gesamtwertung geht mit Paul Gerstgraser ebenso nach Österreich. Gerstgraser, der die letzte Periode im Weltcup bestreitet und daher bei den Wettkämpfen in Russland nicht am Start war, sicherte sich mit 800 Punkten den Gesamtsieg vor Leif Torbjoern (NOR; 644 Punkte) und Thomas Jöbstl auf Platz 3 (643 Punkte)

***Paul Gerstgraser:*** „Ich freue mich über den Sieg der Continentalcup-Gesamtwertung. Mein Ziel war zwar vorrangig schon, mich im Weltcup zu etablieren und bei der WM mit dabei zu sein, das ist mir jedoch leider nicht gelungen. Die Konkurrenz im Continentalcup war aber auch groß und die Gesamtwertung muss man erst einmal gewinnen. Deshalb freue ich mich und nehme den Gesamtsieg gerne mit.“

***Ergebnisse CoC Nizhny Tagil (RUS):***
https://www.fis-ski.com/DB/general/event-details.html?sectorcode=NK&eventid=43677&seasoncode=2019

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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