Wintersportsplitter: Nordische Kombination – achter Platz in Oslo für Franz-Josef Rehrl



Im heutigen Einzelbewerb am Holmenkollen in Oslo (NOR) sicherte sich Jarl Magnus Riiber den Sieg. Der Norweger setzte sich vor heimischem Publikum gegen Ilkka Herola (FIN) im Zielsprint hauchdünn mit 0,2 Sekunden Vorsprung durch. Platz drei geht mit Espen Bjoernstad (+7,8sek) ebenso an Norwegen. Bester ÖSV-Athlet wurde Franz-Josef Rehrl als Achter.

Bei teilweise schweren Windbedingungen schaffte nur Franz-Josef Rehrl eine Top Ten- Platzierung im Sprungdurchgang. Als Fünfter hatte er 32 Sekunden Rückstand auf den Halbzeitführenden Go Yamamoto (JPN). Zweitbester Österreicher war Bernhard Gruber, er platzierte sich auf der zwischenzeitlich 17. Position, sein Rückstand auf die Spitze betrug da schon 1min 35 Sekunden. Der spätere Sieger Jarl Magnus Riiber ging als Neunter in die Loipe.

Im Rennverlauf bildete sich eine 9-Mann Spitzengruppe, in der sich neben Franz-Josef Rehrl auch Riiber und Herola nach einer Aufholjagd auf der Loipe festsetzen konnten. Bis zu Beginn der letzten Runde blieb die Führungsgruppe zusammen, ehe dann Riiber und Herola das Tempo verschärften. Keiner der übrigen Athleten im Spitzenfeld konnte das hohe Tempo der beiden mitgehen, ebenso Franz-Josef Rehrl fiel zurück. Schlussendlich gipfelte das Rennen in einen Zielsprint zwischen Riiber und Herola, den der Norweger Riiber für sich entscheiden konnte. Franz-Josef Rehrl finishte auf Platz 8. Bernhard Gruber verbesserte sich von Platz 17 nach dem Springen mit der vierten Laufzeit noch auf Platz 11 im Endergebnis, was angesichts einer gerade erst gestern überstandenen Magen-Darm-Infektion ein super Ergebnis für den Bad Hofgasteiner ist. 

***Die weiteren Platzierungen der Österreicher:***

19. Martin Fritz
20. Lukas Klapfer
23. Willi Denifl
28. Paul Gerstgraser
36. Lukas Greiderer
40. Johannes Lamparter

***Stimmen:***

***Franz-Josef Rehrl:*** „Heute war ein zacher Tag. Auf der Schanze war es recht wechselhaft, ich hatte aber trotzdem einen ganz guten Sprung. Im Langlaufrennen waren die ersten 7,5 Kilometer richtig gut, ich war immer vorne an der Spitze mit dabei. Am Schluss war es dann brutal hart, ich konnte mit der Spitze nicht mehr mithalten, ich habe da noch etwas die schweren Beine der WM gespürt. Jetzt heißt es noch einmal gut auf das Finale kommendes Wochenende vorbereiten.“

***Audiointerview Franz-Josef Rehrl:***
https://soundcloud.com/nordiccombined-i/rehrloslo

***Bernhard Gruber:*** „Angesichts der Tatsache, dass ich vorgestern noch mit einer Magen-Darm Erkrankung im Bett gelegen bin, bin ich mit dem heutigen Ergebnis richtig zufrieden. Auf der Schanze war ich etwas ungestüm, das Langlaufrennen war aber dann sensationell. Auf der letzten Runde sind mir dann die Körner ausgegangen, ich kann mir aber nichts vorwerfen. Es war ein super Wettkampf für mich hier in Oslo.“

***Audiointerview Bernhard Gruber:***
https://soundcloud.com/nordiccombined-i/gruberoslo

In der Weltcup-Gesamtwertung schob sich Franz-Josef Rehrl mit dem heutigen Ergebnis auf den dritten Platz vor. Mit 787 Punkten beträgt sein Rückstand auf den Zweitplatzierten Akito Watabe nur 32 Punkte. An der Spitze rangiert uneinholbar Jarl Magnus Riiber (1358 Punkte)

Da in Oslo nur ein Wettkampf der nordischen Kombinierer am Programm steht, tritt das Team morgen Sonntag bereits wieder die Heimreise an. Kommendes Wochenende findet in Schonach (GER) mit zwei Wettkämpfen auf der Normalschanze das Saisonfinale statt.

Österreich Dritter im Teambewerb von Oslo (NOR)

Michael Hayböck, Manuel Fettner, Philipp Aschenwald und Stefan Kraft haben beim Teambewerb am Holmenkollen in Oslo (NOR) den dritten Platz belegt. Bei schwierigsten Bedingungen ging der Sieg an die Gastgeber aus Norwegen, mit 13 Punkten Vorsprung auf das Team aus Japan auf dem zweiten Platz. Aufgrund des starken Windes wurde der Bewerb bereits nach einem Durchgang beendet. Der Norweger Marius Lindvik und der Deutsche Stephan Lehye waren bei großen Weiten gestürzt.  

In der RAW-Air-Gesamtwertung führt, nach der gestrigen Qualifikation und dem heutigen Springen, der Norweger Robert Johansson mit 6,2 Punkten vor Weltcup-Leader Ryoyu Kobayashi (JPN) und 24,7 vor Weltmeister Markus Eisenbichler (GER). Stefan Kraft ist mit 26,8 Punkten Rückstand Vierter. 

***Cheftrainer Andreas Felder***
„Bei diesen Windbedingungen ist es nicht ungefährlich. Man hat heute schon Glück gebraucht, dass es man bei seinem Sprung halbwegs humane Verhältnisse gehabt hat. Von Kontrolle und Steuerung kann man da natürlich nicht mehr sprechen, wenn der Wind so schnell wechselt. Zum Glück haben wir alle gesund runtergebracht.“

***Stefan Kraft***
„Oben am Absprung hat sich das heute richtig wild angefühlt. Aber man muss oben sitzen und trotzdem riskieren. Mit einem braven Sprung wird es nur noch gefährlicher. Einfach einen Sprung mit Herz und Mut machen und hoffen, dass es dich draußen anpackt. Mich hat es leider ein bisschen verdreht. Das war nicht ganz einfach, aber den dritten Platz nehmen wir mit. Das passt.“

Ergebnis Oslo (9.3.2019)
https://oesv.info/media2/presse/9dda23c20d41f9d4.pdf

Platz zwei für Prommegger im PGS-Weltcup nach frühem Quali-Aus in Scuol

Beim letzten Weltcup-Parallelriesentorlauf in dieser Saison ist für das ÖSV-Team am Samstag in Scuol (SUI) nicht viel zusammengelaufen! Für Andreas Prommegger war schon im ersten Qualifikationslauf Endstation, womit für den Salzburger auch der Traum vom Gewinn der kleinen PGS-Kristallkugel platzte. So wurde es für Prommegger in der Disziplinenwertung hinter dem Tagessechsten Tim Mastnak (SLO) am Ende Rang zwei. Bei den Damen sorgte Sabine Schöffmann zwar als Fünfte für die beste Platzierung aus rot-weiß-roter Sicht, im Gesamtweltcup hat die Kärntnerin jedoch auf die zweitplatzierte Tschechin Ester Ledecka, die sich im großen Finale der Russin Milena Bykova geschlagen geben musste, an Boden verloren. Vor dem letzten Saisonrennen in Winterberg (PSL/23.03.) liegt Ledecka 460 Punkte vor Schöffmann.

„Ich war eigentlich gut unterwegs, bis ich fünf, sechs Tore vor dem Ziel nicht mehr von der Kante gekommen bin. Ich bin deshalb bei den nächsten Schwüngen zu gerade geworden und schließlich durch ein Tor durchgefahren. Damit haben sich von einer Sekunde auf die andere meine Hoffnungen auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel zerschlagen. Das ist natürlich sehr bitter, wenn du mit dem Leadertrikot in das letzte Rennen gehst. So ist es der zweite Platz im PGS-Weltcup geworden, aber das ist nur ein schwacher Trost“, sagte Andreas Prommegger, der als aktueller Fünfter auch keine Chance mehr hat, den Parallel-Gesamtweltcup zu gewinnen. Im Rennen um großes Kristall hat der Russe Andrey Sobolev nach seinem heutigen Sieg vor seinem Landsmann Dmitry Loginov und dem Schweizer Dario Caviezel alle Trümpfe in der Hand.

„Es war ziemlich gerade gesteckt, und das kommt mir grundsätzlich entgegen, aber ich habe heute leider einige kleine Fehler zu viel gemacht. Ein fünfter Platz ist eigentlich nicht schlecht, aber im Kampf um den Gesamtweltcup bringt er mich nicht wirklich weiter. Aber noch lebt die Chance, und dazu geht es in Winterberg für mich auch noch um die kleine Kugel im Parallelslalom“, meinte Sabine Schöffmann, die im PGS-Weltcup, den Ledecka für sich entschied, als beste Österreicherin auf Platz fünf landete.

Bei den Herren wurde der 22-jährige Steirer Arvid Auner heute als Neunter mit seinem besten PGS-Weltcup-Resultat auch bester Österreicher. Für den Vorarlberger Lukas Mathies (12.) und den Niederösterreicher Benjamin Karl (15.) war wie für Auner im Achtelfinale Endstation. Alexander Payer (24.), Aron Juritz (29.), Sebastian Kislinger (32.) und Fabian Obmann (Disqualifikation im ersten Quali-Lauf) verpassten ebenso den Finaleinzug wie Claudia Riegler (19.), Daniela Ulbing (21.) und Jemima Juritz (29.) bei den Damen.

TRUPPE VIERTE IM SLALOM VON SPINDLERMÜHLE

Beim heutigen Slalom in Spindlermühle (CZE) durfte sich die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin erneut als Siegerin küren und sicherte sich damit den siebenten Slalom-Erfolg in dieser Saison. Auf dem zweiten Rang landete deutlich abgeschlagen die Schweizerin Wendy Holdener (+0,85 sec.) vor Petra Vlhova aus der Slowakei (+2,03 sec). Katharina Truppe wurde starke Vierte.

ZUM ERGEBNIS

Mikaela Shiffrin war wieder eine Klasse für sich und lies die Konkurrenz heute ganz klar hinter sich. Mit diesem Triumph ist sie die Athletin mit den meisten Weltcupsiegen in einer Saison und stellte damit einen weiteren Rekord auf. Beste Österreicherin wurde Katharina Truppe, die sich mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang von Platz 16 auf Rang vier verbesserte. „Ich kann mein Gefühl gar nicht beschreiben, ich bin einfach nur happy. Vor allem habe ich nicht mehr damit gerechnet, nachdem ich nach dem ersten Durchgang nur 16. war. Meine Gedanken waren nur, hopp oder dropp und ich habe im zweiten Lauf alles riskiert. Das ist mir aufgegangen und ich bin sehr glücklich,“ freut sich die Kärntnerin.

Mit Katharina Huber (18.), Chiara Mair (22.) und Michaela Dygruber (24.) landeten drei weitere Österreicherinnen in den Punkterängen. Katharina Liensberger und Bernadette Schild, nach dem ersten Lauf noch an den Positionen fünf und sieben gelegen, sahen durch einen Einfädler nicht das Ziel.


VLHOVA TRIUMPHIERT, BREM ZEIGTE MIT RANG SECHS AUF

Nach einer längeren Technikpause ging heute der Riesenslalom in Spindlermühle (CZE) über die Bühne. Den Sieg holte sich die Slowakin Petra Vlhova mit lediglich 11 Hundertstel vor der deutschen Viktoria Rebensburg, Dritte wurde die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (+0,60 sec.), die nun mit 97 Punkten Vorsprung in den letzten Riesenslalom der Saison geht. Starke Sechste wurde ÖSV-Athletin Eva-Maria Brem.

ZUM ERGEBNIS

Bei schwierigen Bedingungen mit aufgeweichter Piste und schlechter Bodensicht kämpften die Damen heute in Tschechien um wichtige Weltcuppunkte. Für ein erfreuliches Ergebnis sorgte dabei die Tirolerin Eva-Maria Brem, die mit dem sechsten Platz ihr bestes Resultat seit drei Jahren einfuhr. „Ich habe den Glauben an an mich nie verloren, für mich war es ein riesiger Befreiungsschlag, gerade nach den letzten zwei Jahren, die sehr schwierig für mich waren. Es wäre sicher noch mehr drinnen gewesen, aber ich darf ruhig mal mit mir zufrieden sein. Es war ein super Rennen, das Tagesziel habe ich mehr als erreicht,“ freut sich die 30-Jährige.

Zweitbeste Österreicherin wurde Katharina Truppe, die mit dem 8. Platz ihr bestes Saisonergebnis feiern darf. „Ich war mega happy, als das grüne Licht aufgeleuchtet ist, ich bin oben besser reingekommen und sehr zufrieden mit dem 2. Lauf. Echt lässig, mein erstes Top Ten im Riesenslalom, in der Disziplin, wo ich echt lange gekämpft habe. Es ist einfach nur ein cooles Gefühl, jubelt die Kärntnerin.

Weiters konnten Ricarda Haaser (9.), Katharina Liensberger (19.) und Bernadette Schild (24.) punkten. Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert: Franziska Gritsch (33.), Julia Scheib (37.), Stephanie Resch (43.) und Nadine Fest (50.). Rosina Schneeberger musste aufgrund von Magenproblemen auf einen Start bei ihrem Comeback-Weltcuprennen verzichten.

Johannes Thingnes Bö sprintet zu Gold

Saison-Dominator Johannes Thingnes Bö hat die Goldmedaille im Sprintbewerb gewonnen. Der 25-jährige Norweger musste einmal in die Strafrunde, glänzte in der Loipe aber mit überlegener Laufbestzeit. Silber und Bronze gingen an den Russen Alexander Loginov (+13,7 sec.) und den Franzosen Quentin Fillot-Maillet (+16,5).  Beide waren am Schießstand fehlerlos geblieben.

Bester Österreicher beim Einzelauftakt der Herren war Routinier Simon Eder. Der 36-jährige Salzburger traf als einziger Österreicher alle zehn Scheiben und beendete den Sprint mit 1:14,8 Minuten Rückstand auf Rang 15. Unmittelbar dahinter landete Julian Eberhard, der zweimal in die Strafrunde musste, auf Platz 16. Die beiden Tiroler Dominik Landertinger und Felix Leitner, die je eine Strafrunde in Kauf nehmen mussten, belegten im Endklassement des 10 km Rennens die Plätze 21 und 36.  

STIMMEN:

Simon Eder: „Die Leistung war perfekt, mehr hätte ich heute nicht herausholen können. Gesundheitlich war es auf alle Fälle vertretbar, die Vorbereitung war aber natürlich nicht optimal. Ich hatte vor dem Rennen nur eine schnelle Einheit, deshalb war es heute echt beinhart. Der Nuller war sehr wichtig und viel wert, aber im Laufen geht mir natürlich schon etwas ab. In der Verfolgung ist ein Top-Ten-Ergebnis das Ziel. Jetzt geht es für mich vor allem darum in Schwung zu kommen, um in der zweiten Woche auch in den Medaillenkampf eingreifen zu können.“

Julian Eberhard: „Das erste Drittel des Rennens war nicht optimal und liegend hatte ich leider einen Fehler dabei. Danach wusste ich, dass ich das Herz in die Hand nehmen muss, um vielleicht noch Richtung Top-3 zu laufen, und habe eine sehr engagierte Mittelrunde gemacht. Dadurch bin ich mit hohem Risiko in die Stehendserie gegangen, wo ein weiterer Fehler passiert ist. Hinten raus habe ich dann gemerkt, dass noch ein paar Körner zur Topform fehlen. Für heute war es für ein Spitzenergebnis zu wenig, aber die WM geht noch länger und ich freue mich auf die nächsten Rennen.“

Dominik Landertinger: „Vom Gefühl her war es in der Loipe nicht schlecht, von der Zeit her hätte es aber besser sein können, obwohl die Schlussrunde gut war. Stehend habe ich den dritten Schuss leider rausgerissen, ein klassischer Abzugsfehler. Für eine Medaille war es bei weitem zu wenig, die Ausgangsposition für morgen ist aber in Ordnung.“

Felix Leitner: „Ich bin mit meiner Leistung eigentlich zufrieden. In der Loipe war es in Ordnung, vor allem am Anfang war ich sehr spritzig und konnte einen guten Zug laufen. Schade, dass der Fehler im Stehendanschlag passiert ist, weil ich mich eigentlich sehr sicher gefühlt habe. Der Rückstand auf die Spitze ist aber schon enorm.“

Weiteres WM-PROGRAMM Östersund (SWE):
Sonntag, 10.03.2019, Damen Verfolgung, 13.45 Uhr
Sonntag, 10.03.2019, Herren Verfolgung, 16.30 Uhr
Dienstag, 12.03.2019, Damen Einzel, 15.30 Uhr
Mittwoch, 13.03.2019, Herren Einzel, 16.10 Uhr
Donnerstag, 14.03.2019, Single Mixed Staffel, 17.10 Uhr 
Samstag, 16.03.2019, Damen Staffel, 13.15 Uhr
Samstag, 16.03.2019, Herren Staffel, 16.30 Uhr
Sonntag, 17.03.2019, Damen Massenstart, 13.15 Uhr
Sonntag, 17.03.2019, Herren Massenstart, 16.00 Uhr

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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