Tonnenschwerer Schnee auf den Dächern

Tonnenschwerer Schnee auf den DächernHolzbau-Landesinnungsmeister Josef Frauscher rät zum
Dach-Check und Abschaufeln durch den Holzbau-Meister

 Der Schnee hat das Land noch immer fest im Griff. Nicht nur auf den Bergen türmt sich der Schnee, sondern vor allem auf den Hausdächern ist die Schneelast gefährlich und bedrohlich. Die Situation auf den Dächern könnte sich durch das jetzt einsetzende Tauwetter, verbunden mit Regen nochmals verschärfen. Viele örtliche Holzbau-Meister beraten in der Frage der Tragfähigkeit von Dächern den Hauseigentümer. Aus ihrer täglichen Arbeit bringen sie viel Erfahrung und Wissen über die statischen Eigenschaften von Holz und Holzkonstruktionen mit.

Auch beim Abschaufeln rät die Landesinnung Holzbau dazu, sich auf die Unterstützung von den Holzbau-Profis zu verlassen. Denn die Absturzgefahr darf keinesfalls unterschätzt werden. Zimmerleute sind daran gewöhnt, am Dach und in größeren Höhen zu arbeiten. Dabei sind sie sicher unterwegs, denn mit Absturzsicherheitssystemen sind sie bestens vertraut.

Wie sicher ist mein Dach?
„Die Schneelast, die ein Dach tragen muss, ist abhängig von der Region und der Seehöhe — Dächer in den Gebirgsregionen müssen daher deutlich mehr aushalten als im Zentralraum“, erklärt Holzbau-Landesinnungsmeister Josef Frauscher. Festgelegt ist das in der Norm-Schneelast — das ist die einmal in 50 Jahren auftretende Maximalbelastung. Diese wurde in der Vergangenheit mehrmals geändert, zuletzt 2006. „Wieviel ein Dach tatsächlich aushält, hängt also auch davon ab, wann der Dachstuhl errichtet wurde. Bei historischen Gebäuden wurde oft auf die Erfahrung der Handwerker zurückgegriffen“, weiß Frauscher und rät daher im Zweifelsfall immer zu einer professionellen Beurteilung durch den Holzbau-Meister.

Wie schwer ist Schnee?
„Schnee ist nicht gleich Schnee. Es gibt viele Namen, wie Pulverschnee, Firn, Harsch, Sulz etc. Genauso unterschiedlich wie die Bezeichnung ist auch das Volumengewicht von Schnee und damit die Last auf unseren Dächern“, präzisiert Frauscher. Es variiert in der Regel zwischen 100 kg/m³ bei frisch gefallenem, 200 kg/m³ bei gesetztem und etwa 400 kg/m³ bei feuchtem Schnee. Der Holzbaumeister nimmt deshalb Proben vom Schnee am Dach und misst genau nach.

Einen Holzbaumeister in der Nähe findet man im Firmen A-Z der WKOÖ: firmen.wko.at

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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