Aktuelle oö Polizeimeldungen
12. Juli, 2018 um 7:00

Bezirk Vöcklabruck
Zu einem Mordversuch mit Brandstiftung kam es am 11. Juli 2018 gegen 4 Uhr früh in einem Mehrfamilienhaus in Frankenburg. Demnach wurde in den frühen Morgenstunden eine 88-jährige pflegebedürfte Frau geweckt, als die Katze auf ihr Bett sprang. Die Frau bemerkte sofort, dass in ihrem Schlafzimmer ein Brand ausgebrochen war und sie konnte dieses auch sogleich mit ihrer Bettdecke eindämmen. Anschließend verständigte die Frau ihre Familienangehörigen, die im ersten Stock wohnhaft sind und noch geschlafen haben. Weiters bemerkte die Familie, dass es auch im Zimmer der 54-jährigen polnischen Pflegehelferin brannte. Der 31-jährige Enkelsohn alarmierte sofort die Einsatzkräfte. Aufgrund der vorgefundenen Spurenlage und der Erhebungen der Polizei, steht die 54-jährige Polin im Verdacht den Brand gelegt zu haben. Da diese jedoch nicht auffindbar war, wurde eine großangelegte Suchaktion eingeleitet. Gegen 9 Uhr konnte die Frau von den Suchmannschaften in einem Waldstück aufgegriffen und festgenommen werden. Da die Frau einen verwirrten Eindruck machte, wurde sie nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wels in den Neuromed-Campus Linz eingeliefert. Die 88-Jährige wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das LKH Vöcklabruck eingeliefert. Die restlichen Familienangehörigen wurden nicht verletzt. Das Wohnhaus ist zurzeit nicht bewohnbar, der Sachschaden ist erheblich. Die näheren Hintergründe der Tat sind noch Gegenstand der Erhebungen. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt übernommen.

Bezirk Kirchdorf an der Krems
Suchtgiftring aufgedeckt – zwei Beschuldigte in Haft
Nachdem bereits Anfang 2018 nach Erhebungen der Suchtgiftermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Kirchdorf insgesamt vier afghanische Asylwerber wegen Verdacht des gewerbsmäßigen Handels mit Cannabiskraut festgenommen werden konnten, ergaben sich bei der Befragung der Abnehmer weitere konkrete Hinweise auf einen Suchtgiftring im Großraum Molln, der das Marihuana von Asylwerbern in Steyr an- und an zahlreiche Abnehmer im Steyrtal weiterverkaufte. Daraufhin wurden weitere umfangreiche Ermittlungen in einer bezirksübergreifenden Kooperation mit dem Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Steyr geführt. Mitte März 2018 konnten bei einer koordinierten Aktion zwei afghanische Asylwerber im Alter von 19 und 24-Jahren in ihren Asylunterkünften in Steyr festgenommen und in U-Haft überstellt werden. Beim Landesgericht Steyr wurde betreffend dem 19-Jährigen bereits eine Anklageschrift eingebracht, wobei ihm zur Last gelegt wird, rund 15 Kilogramm Cannabiskraut in Seyr anderen Personen weitergegeben zu haben. Der 24-Jährige, der mehr als 1,5 Kilogramm Marihuana weitergegeben hat, wurde bereits zu einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Ein weiterer 31-jähriger afghanischer Asylwerber ist untergetaucht und seither flüchtig. Nach ihm wird mit einer Festnahmeanordnung gesucht. Der Großteil dieser mehr als 15 kg Marihuana wurde von insgesamt sechs Jugendlichen aus Molln, Leonstein und einem weiteren Asylwerber aus Molln an verschiedenen Orten in Steyr angekauft und von diesen im Steyrtal gewinnbringend weiter verkauft. Die 15 Kilogramm Cannabiskraut entsprechen einem Straßenverkaufswert von 150.000 Euro. Das ins Steyrtal verbrachte Marihuana wurden von zahlreichen, Großteils noch jugendlichen Suchtgiftkonsumenten angekauft und konsumiert. Mehr als 25 Drogenkonsumenten konnten in Zusammenarbeit mit Beamten der Polizeiinspektion Steyrtal ausgeforscht und von diesen zur Anzeige gebracht werden. Die Ermittlungen zu den vorwiegend Steyrtaler Drogenkonsumenten werden noch weiter geführt.

Telefonbetrüger rief Welser an
Stadt Wels
Am 10. Juli 2018 bekam gegen 13:40 Uhr bekam ein Mann in Wels einen auf sein Privattelefon. Da eine Telefonnummer am Display aufschien, hob der 60-Jährige ab. Am anderen Ende der Telefonleitung gab sich ein Mann mit eher gebrochenem Deutsch als Mitarbeiter einer großen Bank aus. Dieser gab ihm zu verstehen, dass er selbst sowie auch seine gesamte Familie erhebliche Spielschulden angehäuft habe und er diese umgehend überweisen solle. Der 60-Jährige unterbrach das Gespräch und gab dem unbekannten Mann zu verstehen, dass er die Angelegenheit seinem Rechtsanwalt übergeben wird und beendete umgehend das Gespräch. Es wurde zu keinem Zeitpunkt eine genauer Geldbetrag gefordert. Beim Rückruf an die mitgesendete Nummer wies diese keinen Anschluss auf. Nach bisherigem Erkenntnisstand dürfte bei den Betrugsversuchen die Telefonnummer 01/40420042399 verwendet worden sein. Die Polizei bittet um Vorsicht.

Auffahrunfall
Bezirk Steyr Land
Zu einem Auffahrunfall kam es am 11. Juli 2018 gegen 15:10 Uhr in der Gemeinde Rohr im Kremstal. Eine 50-jährige Autofahrerin aus dem Bezirk Wels Land war mit ihrem Auto auf der B 122 Richtung Kremsmünster unterwegs. Dort wollte sie nach Oberrohr einbiegen, musste aber aufgrund von Gegenverkehr stehen bleiben. Der nachkommende 42-jährige Autofahrer aus dem Bezirk Kirchdorf an der Krems dürfte dies zu spät gesehen haben und prallte auf den bereits stehenden Pkw der 50-Jährigen. Ihr Auto wurde durch den Anprall in den Gegenverkehr geschleudert und prallte dort frontal mit dem entgegenkommenden Pkw eines 78-Jährigen aus dem Bezirk Wels Land zusammen. Alle Autos wurden schwer bzw. total beschädigt. Der 78-Jährige erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und wurde mit der Rettung in das Klinikum Wels gebracht. Die Bundesstraße B 122 war für die Dauer der Aufräumungs- und Vermessungsarbeiten für den gesamten Verkehr gesperrt.

Zwei Verletzte bei Verkehrsunfall
Bezirk Rohrbach
Ein 74-jähriger Autofahrer aus dem Bezirk Rohrbach fuhr am 11. Juli 2018 mit seinem Auto in Rohrbach auf der B 127. Bei einer Kreuzung hielt er laut Zeugen vorschriftsmäßig an, fuhr aber plötzlich in die Kreuzung ein, obwohl von links auf der B 127 ein 61-Jähriger aus dem Bezirk Rohrbach mit seinem Auto ankam. Aufgrund des unvermittelten Einfahrens in die Kreuzung konnte der 61-Jährige nicht mehr ausweichen und es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Beide Personen wurden unbestimmten Grades verletzt und nach der Erstversorgung in das LKH Rohrbach eingeliefert. An beiden Fahrzeugen entstand Totaschaden.

Pensionistin fiel auf Internetbetrüger herein
Bezirk Vöcklabruck
Eine 70-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck erhielt am 11. Juli 2018 ein dubioses Mail von einem gefälschten Adressaten, betreffend ihrer Steuerrückzahlung. Als die Pensionistin einen Link in diesem Mail öffnete, gelangte sie durch die Auswahl ihrer Bank und durch die Eingabe ihrer Verfügernummer sowie ihres Passwortes in das Netbanking Portal ihres Girokontos. Durch Klicken eines weiteren Links wurde dem Opfer mitgeteilt, dass in fünf Tagen ein Betrag von 1.800 Euro auf ihr Konto rücküberwiesen wird. Minuten später erhielt sie über eine Privatnummer einen Anruf. Der Anrufer teilte ihr mit, dass die Überweisung der Rückzahlung noch länger dauern wird und schickte per SMS einen 6-stelligen Tan. Während des Telefongespräches forderte der Anrufer die Pensionistin auf, diesen Tan beim Telefonat zu wiederholen. Erst nach Beendigung des Telefonates fiel der Pensionistin auf, dass es sich hier um einen Betrug handelte. Es wurden gleich nach dem Telefonat mehrere Zehntausend Euro von ihrem Konto abgebucht. Glücklicherweise konnte der Betrag von der Bank zurückgebucht werden. Die Polizei bittet hier um besondere Vorsicht.

Sturz mit Motorrad
Bezirk Freistadt
Ein 21-Jähriger aus dem Bezirk Freistadt lenkte am 11. Juli 2018 gegen 18:20 Uhr sein Leichtmotorrad in Wartberg ob der Aist auf der Gaisbacher Landesstraße von Gaisbach kommend in Richtung Katsdorf. Kurz vor dem Ortsgebiet Breitenbruck kam er aus derzeit unbekannter Ursache von der Fahrbahn ab und stürzte in die angrenzende Wiese. Der Motorradfahrer wurde vom Roten Kreuz versorgt und mit Verletzungen unbestimmten Grades vom Rettungshubschrauber Christophorus 10 in ein Linzer Krankenhaus geflogen.

Pkw-Lenker bei Streit mit Pfefferspray ins Gesicht gesprüht
Stadt Wels
Ein 22-jähriger Pkw-Lenker aus dem Bezirk Linz-Land wurde am 11. Juli 2018 gegen 18:30 Uhr in der Kasbergstraße in Wels von einem Mann angehalten welcher ihm vorwarf, zu schnell gefahren zu sein. Beim anschließenden Streitgespräch sprühte der Mann dem Fahrzeuglenker mit einem Pfefferspray ins Gesicht woraufhin dieser weg fuhr. Im Zuge der Fahndung konnte dann ein 66-jähriger Welser angehalten werden welcher die Anschuldigung gestand und den Pfefferspray freiwillig heraus gab. Ein vorläufiges Waffenverbot wurde verhängt und an seiner Wohnadresse weitere Waffen und Munition sichergestellt.

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