13. Juni, 2018 um 11:44

Spielbericht Gmunden Swans
Die ece bulls Kapfenberg (#1) haben den Meistertitel in der ADMIRAL Basketball Bundesliga gewonnen. Die Steirer holten sich mit einem 95:92-Auswärtssieg nach Verlängerung über die Swans Gmunden (#3) den entscheidenden vierten Sieg in der „best-of-7“-Serie. Grunddurchgangssieger Kapfenberg gelang mit der Titelverteidigung erstmals der Gewinn des Triple (Meisterschaft, Cup, Supercup). Dies war zuvor noch keiner anderen Mannschaft in Österreich gelungen.

Zum „Finals-MVP“ wurde – wie schon im Vorjahr – Bogic Vujosevic von den ece bulls Kapfenberg (#1) gewählt. In seiner vierten Saison in Österreich legte der 25-Jährige in den Finals durchschnittlich 19,2 Punkte auf und war stets Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Kapfenberger.

Gmunden verzeichnete den deutlich besseren Beginn, lag rasch 6:0 in Führung. Von Beginn an boten beide Teams eine hohe Intensität – vor allem die Defensive war druck- und kraftvoll. Nach einem raschen „Comeback“ von Kapfenberg (6:7 / 6. Min) begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Gmunden attackierte erfolgreich den Korb, die Bulls trafen im ersten Viertel gut vom Dreier (44%). Ein leichte Verletzung an der linken Schulter und drei persönliche Fouls zwangen Kapfenbergs Jozo Rados früh auf die Bank, womit Tilo Klette für Gmunden permanent „inside“ scorte. Die Bulls wiederrum profitierten von ihren Punkten aus Fastbreaks. Bis zum Beginn des vierten Viertels konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Dann zog Gmunden dank starker Defensive auf 67:59 (31. Min) davon. Nachdem nun beide Mannschaften – auch von der Freiwurflinie – einige Punkte liegen ließen, antwortete Kapfenberg mit einem 9:0-Run und ging wieder mit 68:67 in Führung. Erneut zog Gmunden davon und brachte eine 5-Punkte-Führung in die Schlussminute. Mit einem furiosen Finish warf Bogic Vujosevic die Bulls doch noch in die Overtime. Dort zeigte sich Kapfenberg den Tick entschlossener und sicherte sich den Titel, nachdem Gmunden nahezu mit der Schlusssirene die Chance auf eine mögliche zweite Verlängerung vergab.

Fazit:
Wenn man in einem so knappen Spiel bei vielen Kleinigkeiten etwas hervorkehren kann, dann, dass man den Bulls in wichtigen Phasen zu viele Offensiv-Rebounds überließ. Denn 16 Second Chance Points resultierten aus dieser massiven Überlegenheit (5/15) von Kapfenberg. Dass man einen 5-Punkte-Vorsprung in der letzten Minute nicht über die Zeit brachte, hat zumindest das Gmundner Publikum nicht so überrascht. Diese Kaltschnäuzigkeit fehlte wieder einmal.

Alles in allem kann man mit diesem unglaublichen 6. Finalspiel trotz der Enttäuschung aber mehr als zufrieden sein. Natürlich hatte man es zwar selbst in der Hand, aber die Spieler haben gekämpft bis zum Umfallen und den Steirern einen wirklich aufopfernden Kampf geliefert! Wer hätte zu Beginn der Serie gedacht, dass man Kapfenberg so weit fordern kann.
Gratulation von dieser Seite auch an die Bulls, die über die gesamte Saison gesehen verdient Meister geworden sind.

Endstand: 92 : 95 n.v. (17:18, 41:42, 63:59, 84:84) für Kapfenberg

Für Gmunden: Murati 27, Klette 23 (9 Reb.), Blazan 12, Rountree 8 (7 Reb., 4 Steals), Friedrich u. Mitchell je 7, Gaidys 6, Wesby 2

Für Kapfenberg: Vujosevic 23, Jamar 17, Coffin 15, Stegnjaic 13, Krämer 10, Oliver u. Rados je 6, Schrittwieser 5

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