Einigung auf bundesweite Regelung – Länder und Sozialversicherungen übernehmen Großteil der Kosten
13. Februar, 2018 um 16:15

 

Für die Finanzierung der Lehrpraxen gibt es nach langwierigen Verhandlungen eine österreichweit einheitliche Lösung: Länder und Sozialversicherungen übernehmen den Großteil der Kosten mit jeweils 32,5 Prozent in der Einführungsphase und jeweils 30 Prozent ab 2022. Der Bund beteiligt sich mit 25 Prozent, deckelt jedoch seinen Beitrag für die ersten drei Jahre bei 4 Mio. Euro. Mehrkosten tragen wiederum Länder und Sozialversicherungen je zur Hälfte. Die Ärzteschaft beteiligt sich mit 10 Prozent bzw. ab 2022 mit 15 Prozent.

 

„Die Sicherung der hausärztlichen Versorgung in Oberösterreich hat für uns oberste Priorität. Die Beteiligung an der Finanzierung der Lehrpraxen ist dabei ein weiterer wichtiger Baustein“, betont Gesundheits-Landesrätin Mag.a Christine Haberlander.

 

„Leider haben sich wegen der fehlenden Finanzierung der Lehrpraxis bis jetzt viele Kolleginnen und Kollegen gegen die Ausbildung zum Allgemeinmediziner, zur Allgemeinmedizinerin entschieden. Gerade diese Ausbildung ist aber essenziell, um in Zukunft gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte für die Allgemeinmedizin zu haben“, sagt Dr. Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für OÖ.

 

„Ich freue mich über das bundesweit Grüne Licht zum Ausbau der Lehrpraxen – ein wichtiger Beitrag dazu, dass wir auch in Zukunft eine hervorragende, menschliche Versorgung durch Hausärzte sicherstellen können. Junge Ärzte sollen die Möglichkeit haben, im Rahmen ihrer Ausbildung auch die wichtige Versorgung im niedergelassenen Bereich und die attraktiven Arbeitsbedingungen eines Vertragsarztes kennen zu lernen. Oberösterreich steht bereits ungeduldig in den Startlöchern. Die Gesundheitspartner vor Ort – Land OÖ, Ärztekammer und OÖGKK – haben gemeinsam die finanziellen und organisatorischen Vorbereitungen für die Lehrpraxen getroffen“, so OÖGKK-Obmann Albert Maringer.

 

Speziell in ländlichen Gemeinden stehen die Vertragspartner OÖ GKK und Ärztekammer in den kommenden Jahren angesichts des Generationswechsels vor einer großen Herausforderung. „Wir setzen in Oberösterreich daher auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und unterstützen den niedergelassenen Bereich wo immer es Möglichkeiten gibt, die Versorgungsaufgaben gemeinsam gut zu lösen, aber auch dabei, dass die Allgemeinmedizin weiterhin ein attraktives Berufsziel bleibt“, so Haberlander.

 

Wenn angehende Medizinerinnen und Mediziner im Rahmen ihrer Ausbildung die abwechslungsreiche Tätigkeit eines Hausarztes bzw. Landarztes hautnah kennenlernen, ist sicherlich später auch die Bereitschaft höher, im ländlichen Raum zu arbeiten bzw. sich dort niederzulassen“, zeigt sich die Gesundheits-Landesrätin überzeugt.

 

Mit der neuen Ärzte-Ausbildungsordnung 2015 hat der Bundesgesetzgeber eine Tätigkeit in einer Lehrpraxis für die Ausbildung zur Ärztin bzw. zum Arzt für Allgemeinmedizin als letzten Ausbildungsabschnitt (6 Monate) verpflichtend vorgesehen. Ab Sommer 2018 werden die ersten angehenden Jungärztinnen und Jungärzte die Lehrpraxis absolvieren müssen.

 

Die Lehrpraxis steht am Ende der gesamt 42-monatigen Ausbildungszeit, daher ist zu diesem Zeitpunkt gewährleistet, dass die Ausbildungsärztinnen und –ärzte bereits den Großteil des Allgemeinmedizinischen Spektrums abdecken können und ihre Mitarbeit in einer bestehenden Arztpraxis auch versorgungswirksam ist.

 

In Oberösterreich wurde darüber hinaus im gemeinsamen Modell für die Primärversorgung verankert, dass jedes Primärversorgungszentrum als Lehrpraxis zur Verfügung stehen muss bzw. auch Teile des Klinisch Praktischen Jahres dort absolviert werden können.

 

„Wir werden weiterhin gemeinsam daran arbeiten, dass wieder mehr junge Menschen den spannenden Berufsweg der Allgemeinmedizin nehmen“, betont Haberlander. ÄKOÖ-Präsident Dr. Niedermoser ergänzt: „Die Allgemeinmedizin ist die Basis der Gesundheitsversorgung eines Landes, die wir gemeinsam erhalten und für junge Medizinerinnen und Mediziner wieder interessanter machen müssen.“

Quelle: Land /Linschinger

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