10. November, 2017 um 13:58

Neues Oö. Tourismusgesetz bringt marktrelevante und effiziente Strukturen für Oberösterreichs Tourismus

Mit dem gestern erfolgten Beschluss des neuen Oö. Tourismusgesetzes wurde ein weiterer Meilenstein in der Neuaufstellung des Tourismus in Oberösterreich gesetzt. „Ziel der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen ist insbesondere die Schaffung effizienter und marktrelevanter Strukturen bei den Tourismusorganisationen, um Oberösterreich als Urlaubsdestination bestmöglich vermarkten zu können“, unterstreicht Wirtschafts- und Tourismusreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl.

Neben der Neuorganisation der Tourismusstruktur in unserem Bundesland wurden bereits weitere Schwerpunkte gesetzt:

  •   Internationalisierung – Entwicklung und Bearbeitung neuer Märkte
  •   Digitalisierung
  •   Neuer Kommunikationsauftritt für Oberösterreich Tourismus und die Destinationen (Logo, Bildsprache, Content)
  •   In der Finalisierung ist auch die neue Landes-Tourismusstrategie 2022Neuausrichtung zeigt bereits erste Erfolge: Höchster Zuwachs bei Nächtigungen im Bundesländervergleich heuer
    Die Neuausrichtung des Tourismus in unserem Bundesland zeigt auch schon erste Erfolge: „Im Tourismusjahr 2016 stieg die Anzahl der Ankünfte in Oberösterreich um +4 % gegenüber dem Jahr davor, bei den Nächtigungen wurde eine Steigerung um +2,5 % verzeichnet. Und von Jänner bis September dieses Jahres wies Oberösterreich bei den Übernachtungen mit +4,4 % überhaupt den höchsten Zuwachs aller Bundesländer auf“, betont LH-Stv. Strugl.

Die wichtigsten Eckpunkte des neuen Tourismusgesetzes

„Die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen bringen große Veränderungen in der Tourismusstruktur. Daher war es uns auch wichtig, diese nicht von oben herab zu verordnen, sondern gemeinsam mit den Betroffenen zu entwickeln. Dazu gab es während der Ausarbeitung des neuen Gesetzes bewusst eine Vielzahl von Diskussions- und Informationsveranstaltungen mit allen Beteiligten“, stellt LH-Stv. Strugl fest.

Zielsetzungen der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen:

  •   Restrukturierung der Landestourismusorganisation inklusive der Neugestaltung der Aufsicht (Oö. Tourismus GmbH, TTG, Oö. Touristik)
  •   Effiziente und marktrelevante Verbandsstrukturen
  •   Neugestaltung der Aufgaben der Tourismus-Beitragsstelle sowie deskünftigen Systems der Beitragseinhebung und –verteilung

    Die Neuerungen im Überblick:

  •   Neue Verbandsstrukturen mit professionellen, schlagkräftigen Organisationen:
    •   600.000 Euro Finanzierungsaufkommen (Tourismusbeiträge und – abgaben) und 200.000 Nächtigungen als Mindestgröße für Tourismusverbände, Toleranzgrenzen bei grenzüberschreitenden touristischen Organisationen)
    •   Verbände in Anlehnung an GmbH mit Aufsichtsrat
    •   Reduktion von derzeit 103 auf ca. 19 Verbände
  •   Landestourismusorganisation (LTO) als GmbH
  •   Strategie-Board anstatt Landes-Tourismusrat
  •   Konkretisierung der Aufgaben (was macht LTO / was machen die Tourismusverbände / was macht die örtliche Ebene)
  •   Ortstaxe 2 Euro in ALLEN Gemeinden (Einhebung und Kontrolle durch Gemeinden); bei D-Gemeinden fließen 95 % an die LTO für Digitalisierung der D-Gemeinden
  •   Freizeitwohnungspauschale in allen Gemeinden + Zuschlagsermächtigung für Gemeinden (Zweitwohnsitzabgabe); konkretere Definition des Begriffs Freizeitwohnungspauschale
  •   Kosten der Tourismusabgabenstelle werden künftig vom Land einbehaltenNotwendigkeit von größeren Verbänden wurde von Betroffenen bereits erkannt:
    „Obwohl das Tourismusgesetz erst gestern vom Oö. Landtag beschlossen worden ist und erst Anfang 2018 in Kraft treten wird, haben sich schon die meisten Tourismusverbände mit der Thematik auseinandergesetzt und Überlegungen für entsprechende Zusammenschlüsse angestellt. Die Touristiker/innen haben also die Notwendigkeit von größeren Tourismusverbandsstrukturen aufgrund der aktuellen Marktentwicklungen erkannt und arbeiten bereits jetzt aktiv an der Schaffung der notwendigen neuen Strukturen“, zeigt sich LH-Stv. Strugl erfreut.

    Derzeit zeichnen sich ca. 19 Tourismusverbände für Oberösterreich ab, anstelle von aktuell 103 Tourismusverbänden:

  •   7 Destinationen arbeiten bereits an der Errichtung neuerTourismusverbände und haben mit den entsprechenden Strategie- und Organisationsentwicklungs-Prozessen schon begonnen (das betrifft 63 bisherige Tourismusverbände und 120 Tourismusgemeinden)
  •   6 Destinationen führen Gespräche zur Vorbereitung derartiger Prozesse; ein Großteil dieser Prozesse wird ebenfalls noch heuer beginnen (das betrifft 34 bisherige Tourismusverbände und 72 Tourismusgemeinden)
  •   6 Tourismusverbände werden unverändert bestehen bleiben, weil die Größenkriterien bereits erfüllt sind (das betrifft 23 Tourismusgemeinden)

Professionelle Unterstützung der Tourismusverbände durch die Oberösterreich Tourismus GmbH:
Die Strategie- und Organisationsentwicklungsprozesse stellen eine große Herausforderung für bestehende Tourismusverbände dar, sie bringen eine

Vielzahl von Fragen, Verunsicherung, Aufgabe gewohnter Muster und Strukturen usw. mit sich. „Diese Prozesse brauchen Zeit, müssen sauber vorbereitet sein und professionell begleitet werden. Denn es geht nicht nur um die Fusion von Organisationen, sondern auch um die Menschen dahinter. Die Mitglieder der Tourismusverbände, also die Betriebe und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tourismusverbände müssen in den Prozessen ‚mitgenommen‘ werden“, unterstreicht LH-Stv. Strugl.

Daher erhalten die Tourismusverbände auch professionelle Begleitung und Unterstützung durch die Oberösterreich Tourismus GmbH: Diese ist mit allen betroffenen Destinationen in Kontakt und berät, begleitet und unterstützt umfassend. Die Strategie- und Organisationsentwicklungsprozesse werden gemeinsam mit den betroffenen Tourismusverbänden entsprechend den jeweiligen Ausgangslagen und Besonderheiten individuell ausgearbeitet.

Vorteile der „größeren“ Tourismusorganisationen:

LH-Stv. Strugl bekräftigt die Vorteile von größeren Tourismusorganisationen: „Die Bündelung von Budgetmitteln ermöglicht einen wirkungsvolleren Auftritt der einzelnen Destinationen am Markt. Auch der Ressourceneinsatz wird effizienter. Es geht also nicht um Einsparungen, sondern vielmehr um eine ‚Leistungssteigerung‘ durch effizientere Ressourcenverwendung.“

Konkrete Festlegung der Aufgaben der Tourismusorganisationen auf den verschiedenen Ebenen

Das neue Oö. Tourismusgesetz konkretisiert auch, welche Aufgaben künftig von der Landestourismusorganisation, den Tourismusverbänden und der örtlichen Ebene übernommen werden:

Aufgaben der Landestourismusorganisation

  •   Beratung des Landes bei Entwicklung Landes-Tourismusstrategie
  •   Betrieb der Oö. Tourismusbeitragsstelle (derzeit Interessentenbeitrags-Stelle)
  •   Betreuung und Weiterentwicklung des Markensystems im Tourismus
  •   Entwicklung und Umsetzung einer landesweiten Zielmarktstrategie
  •   Entwicklung von destinationsübergreifenden Produkten, Services und Strategien als Basis für einheitlichen Marktauftritt
  •   Destinations- und Tourismusentwicklung sowie Marktforschung
  •   Unterstützung der Tourismusverbände – in Bereichen Personal, Beschaffung, Informations- und Kommunikationstechnik, Förderungen
  •   Interessenkoordination der oö. Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit anderen Institutionen und Wirtschaftszweigen – national + international Aufgaben der Tourismusverbände
  •   Entwicklung und Umsetzung eines Entwicklungskonzepts – Orientierung an der tourismuspolitischen Landesstrategie
  •   Aktive Zusammenarbeit mit Land Oberösterreich, LTO, Tourismusverbänden und Gemeinden
  •   touristisches Marketing auf den für den Tourismusverband relevanten Zielmärkten
  •   touristische Produkt- und Angebotsentwicklung
  •   Bereitstellung von Services für Gäste und Mitglieder
  •   Betreuung der maßgeblichen Destinationsmarken einschließlich derAufbringung der finanziellen und personellen Ressourcen
  •   Koordination der öffentlichen Freizeitinfrastruktur

 Unterstützung insbes. ehrenamtlicher Tätigkeiten zur Pflege und Betreuung touristisch bedeutsamer Einrichtungen

Aufgaben der Ortsebene

  •   Pflege und Betreuung der öffentlichen Freizeitinfrastruktur
  •   Pflege und Betreuung von Freizeiteinrichtung mit besonderer Bedeutung für ein attraktives touristisches Angebot
     Verankerung des Grundsatzes, dass Gemeinden derartige Pflege und Betreuung übernehmen dürfen
     Leistungserbringung und Finanzierung kann zwischen Gemeinde und TV frei vereinbart werden

v.l.: Mag. Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer OÖ Tourismus, und Wirtschafts- und Tourismusreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl. Fotos: Land OÖ / Daniel Kauder

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