Punktgenaue Landungen in Thalgau
10. September, 2017 um 7:41

Bei herausfordernden Bedingungen gastierte der Fallschirmweltcup von 8. bis 9. September wieder in Thalgau und brachte somit eine der wohl spektakulärsten und anspruchsvollsten Sportarten exklusiv nach Österreich. Vor knapp tausend Zusehern zeigten Athleten aus der ganzen Welt, was es heißt aus rund tausend Metern Höhe zentimetergenau auf einem Ziel zu landen, welches gerade einmal so groß wie eine Zwei-Euro-Münze ist. Die Athleten des HSV Red Bull Salzburg hatten das Wetterglück nicht ganz auf ihrer Seite, konnten mit Manuel Sulzbacher aber einen hervorragenden zweiten Rang bei den Junioren verbuchen.

Der Wettergott meinte es nicht ganz so gut mit den besten Fallschirmspringern der Welt, welche die letzten Tage den Himmel über dem salzburgerischen Thalgau in eine große Flugarena verwandelten. Aufgrund des für Sonntag prognostizierten Schlechtwetters wurde der Bewerb auf zwei Tage verkürzt, der Wind und die aufziehende Schlechtwetterfront machte das Springen zum Teil zu einer echten Herausforderung für die Athleten, beziehungsweise unmöglich. Dies tat der Stimmung unter den 185 Athleten aus 20 Nationen jedoch keinen Abbruch. Über 1.100 Sprünge und unzählige begeisterte Besucher, diese beeindruckende Bilanz zeigte auch 2017 wieder, dass sich Thalgau eine der erfolgreichsten Veranstaltungen der Weltcupserie nennen und sich so auch weiterhin als unangefochtene Nummer-1-Veranstaltungsstätte der gesamten Weltcup-Serie bezeichnen darf. Zu Gast war auch heuer wieder die Crème de la Crème der Fallschirmzielspringer, die sich in einem spannenden Bewerb zwei Tage lang miteinander maßen. Dabei galt es für die 37 Teams, bestehend aus je fünf Springern, das münzgroße Ziel zu treffen. Von acht geplanten Sprünge konnten jedoch aufgrund des Wetters nur sechs absolviert werden, jenes Team, beziehungsweise jener Einzelspringer mit den wenigsten Abweichungen durfte sich über den Sieg freuen.

Sieger in der Mannschaft wurde das Team Italien 2, die mit einer gesamten Abweichung von nur 37 Zentimetern ganz oben auf dem Siegertreppchen landeten. Das Stockerl komplettieren das Team aus der Schweiz, welches das Team Ungarn auf den dritten Platz verwies. Trotz des Wetterpechs konnte die Mannschaft HSV Red Bull Salzburg 1, die lange auf Platz vier der Teamwertung gelegen war, einen hervorragenden achten Platz verzeichnen, welcher in diesem internationalen Starterfeld als großer Erfolg gewertet werden kann. Die beiden weiteren Mannschaften des Heimvereins belegten Platz 19 und 23.

In der Einzelwertung gewann bei den Herren Georges Toth aus der Schweiz mit der unglaublichen Leistung von null Zentimetern Abweichung.

Bei den Damen holte sich Leocady Ollivier Depury mit einer Gesamtabweichung von vier Zentimetern den Sieg.

Bei den Junioren siegte Michelle Baumann aus der Schweiz vor Manuel Sulzbacher vom HSV Red Bull Salzburg, sein Teamkollege Sebastian Graser belegte Platz 7. Bei den Masters holte sich Gernot Alic vom HFSC Freistadt Platz 3, Anton Gruber aus Sankt Johann im Pongau schaffte es auf Platz 10.

Die Athletin, auf welche der HSV Red Bull Salzburg nach dem ersten Wettkampftag die größten Hoffnungen gesetzt hatte, Magdalena Schwertl, führte bis zum einschliesslich 5. Durchgang und wurde im sechsten Durchgang Opfer des Wetters. „An dem Beispiel von heute sieht man, dass nicht nur Können, sondern auch etwas Glück bei einer Freiluftsportart wie dieser eine große Rolle spielen. Ich konnte fünf Runden meine allerbeste Leistung zeigen. Jedoch haben mir die Böen beim letzten Sprung, wie auch vielen anderen meiner Kollegen, einen Strich durch die Rechnung gemacht und mich den Sieg der Damenwertung gekostet“, zeigt sich die Thalgauerin enttäuscht, die im Gesamtklassement mit Rang 8 Vorlieb nehmen musste. Julia Schlosser und Marina Kücher vom HSV Red Bull Salzburg konnten beim Heim-Weltcup Platz 16 und 17 verbuchen.

Nun heißt es für die Salzburger volle Konzentration auf den nächsten Stopp in Locarno am 22. September um dort die verlorenen Punkte wieder aufzuholen.

Auch prominenter Besuch hielt vor Ort die Daumen für die Teams des HSV Red Bull Salzburg – FC Red Bull Salzburg Spieler Takumi Minamino ließ sich das Luftraumspektakel nicht entgehen und feuerte die Fallschirmspringer vor Ort an.

Aber auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen und bot ein Fest für die ganze Familie. Am Freitag erfolgte mit dem Aufmarsch der Nationen und Thalgauer Vereine die offizielle Eröffnung bei welcher die „Radauer“ für musikalische Unterhaltung sorgten. Am Samstag fand der Weltcup mit einer atemberaubenden Airshow der Flying Bulls einen weiteren Höhepunkt, sowie dem Auftritt der Bands „Mojo Sixx feat. Weltcup Trio“, die einen würdigen Abschluss des Weltcups sorgten. „Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dieser großartigen Veranstaltung! Besonders auch die Abendveranstaltungen, wie die Eröffnung und die Siegerehrung mit anschließendem Programm sind super bei Einheimischen und Gästen angekommen“, zeigt sich die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Thalgau, Alexandra Benkirane, begeistert über den Weltcup.

Der Fallschirm Zielsprung-Weltcup in Thalgau ist auch für das nächste Jahr gesichert und somit freuen sich die Veranstalter HSV Red Bull Salzburg und der Tourismusverband Thalgau, aber vor allem auch die Athleten auf eine weitere erfolgreiche Neuauflage 2018.

Ergebnisse und Fotos gibt es auf www.hsv-redbull.at

©HSV Red Bull Salzburg_Carsten Thiel

Julia Schlosser©HSV Red Bull Salzburg_Carsten Thiel

WC Thalgau 2017 Magdalena Schwertl©HSV Red Bull Salzburg_Carsten Thiel

Fallschirmsprung WC Thalgau 2017 Manuel Sulzbacher©HSV Red Bull Salzburg_Carsten Thiel

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Fallschirmweltcup von 8. bis 9. September 2017 SchaufensterSchaufenster

Mit viel Fingerspitzengefühl stellt Reinhard Hickl in seiner Werkstatt filigrane alpenländische Kleinode her. In liebevoller Kleinarbeit entstehen Koppelschlösser und Wildbärte, Jagdabzeichen und Messer, Geweihmöbel und Lederhosen. Stets ausschlaggebend dabei: die authentischen Originalvorlagen.

Reinhard Hickl ist einer der Letzten seiner Zunft. Einst hat er in Ferlach Büchsenmacher und Schäfter gelernt, später war er Antiquitätenrestaurator und -händler. Die technischen Fähigkeiten, die er in seiner Laufbahn erworben hat, kommen ihm heute zugute: In seiner Werkstatt hämmert, ötet, schweißt, schmiedet und schnitzt er bis tief in die Nacht hinein. Ob Metall, Holz oder Horn, der Handwerker mit der großen Sammelleidenschaft weiß mit jedem Material umzugehen.

Hickl: Jagd – Tracht – Antik

Anschrift Laimerweg 2 4822 Bad Goisern Österreich Telefon: +43 664 430 4420 Webseite: https://jagd-tracht-antik.at/
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Fallschirmweltcup von 8. bis 9. September 2017