17. Juli, 2017 um 13:16

Die umweltfreundliche Mehrweg-Pfandflasche wird durch Dosen, Plastik- und Glas-Wegwerf-Flaschen immer mehr aus den Regalen der Supermärkte verdrängt. Der Mehrweganteil befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Seit dem Beginn der so genannten freiwilligen Selbstverpflichtung von Industrie und Handel zur Förderung von Mehrwegflaschen, ist der Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen dramatisch gesunken. Wurden Mitte der 1990er Jahre noch fast alle Mineralwasserflaschen sowie mehr als die Hälfte aller Limonaden in Mehrweg-Pfandflaschen verkauft, so sind die Mehrweganteile seither immer weiter gesunken.

Dieser Negativtrend schadet unserer Umwelt, denn im Gegensatz zu der Mehrweg-Glasflasche, die bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden kann, landet die Einwegflasche, egal ob aus Plastik oder Glas direkt im Abfall – bestenfalls bei der Wiederverwertung statt der Wiederverwendung.

Die Fakten sind eindeutig: Mehrwegflaschen vermeiden nicht nur Abfall, sondern sparen auch Energie, Rohstoffe, schützen unser Klima und sichern Arbeitsplätze in Handel und Getränkewirtschaft.

Nach dem Einkaufs-Test von LR Anschober im März zum Einsatz von Plastiksackerl bzw. von nachhaltigen Alternativen, wo deutliche Verbesserungen festgestellt werden konnten, stand nun erneut ein Test an: Wie groß ist das Angebot von Mehrweg-Gebinden bei Getränken, wie Mineralwasser, Bier oder Saft in unseren Supermärkten.

 

Die Erkenntnis: Der anhaltende Negativtrend scheint sich jetzt auch bei Bier in 0,33l Flaschen fortzusetzen. Bei Mineralwässern sucht man mitunter vergebens nach der Mehrweg-Variante, vor allem nach gekühlten.

LR Rudi Anschober: „Hier hat die Getränkeindustrie eine tragische Wende genommen, denn während vor einigen Jahren die Mehrwegflasche bei Mineralwasser und Säften noch ganz selbstverständlich war, ist sie dies heute hauptsächlich nur mehr bei Bier, aber auch hier mit sinkendem Trend. Hier braucht es klare politische Lenkungsmaßnahmen, zur Entlastung unserer Umwelt, zur Schonung von Ressourcen und zum Herstellen von Wahlfreiheit für die Konsument/innen. Unsere Initiative richtet sich nicht gegen Kunststoff als Produkt, das vielfach unentbehrlich ist (z.B. in der Medizin), sondern gegen Wegwerfmentalität, fehlende Wahlfreiheit und sinnlose Verschwendung von Rohstoffen!“

Ein Rückblick: die Ergebnisse des Plastiksackerl-Tests:

Kurz zusammengefasst zeigte dieser Marktcheck, dass zwar noch immer viel zu viel Plastiksackerl im Umlauf sind. Viele KonsumentInnen kaufen aber immer bewusster ein und verzichten auf das Plastiksackerl. Auch in etlichen Branchen zeigt sich ein deutliches Umdenken: so konnte Umweltlandesrat Anschober in OÖ eine Reihe von Geschäften finden, die völlig auf das Plastiksackerl verzichten.

Auch in verschiedenen Handelsketten zeigt sich zunehmendes Bewusstsein. Mängel in Form von viel zu viel Plastiksackerl wurden hingegen unter anderem im Textilhandel gefunden. An einem Verbot des Plastiksackerls als Wegwerfprodukt führt daher weiterhin kein Weg vorbei.”

 

Der aktuelle Test – Mehrweg bei Getränkeverpackungen: Langfristige Entwicklung in Österreich

Abb. 1: Mehrweganteile bei Getränkeverpackungen in Österreich 1997 bis 2015 Quelle: Verband Abfallberatung Österreich VABÖ

Die Entwicklung zeigt: der Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen in % (ohne Milch und Soda; mit Fass und Containern) ist seit der forcierten Markteinführung von Einweg-PET-Flaschen seit 1997 von rund 70% auf rund 30% gesunken, bezogen auf die Abfüllmenge (Quelle VABÖ).

Für den Mehrweganteil ohne Fass und Container, also ohne Gastronomie, sind nur Daten ab 2008 verfügbar. Dieser Anteil (ohne Milch und Soda, ohne Fass und Container) liegt in Österreich seit der Einstellung der PET- Mehrweg-Flasche 2009 bei rd. 22 %. (Quelle WKO)

Wesentliche Faktoren, die den deutlichen Rückgang des Mehrweganteils verursachten, war die Lockerung der Zielquoten für Wiederverwendung von Getränkeverpackungen zunächst 1997 und nochmals 2000/2001, was einem Kippen der Zielverordnung gleichkam.

An ihre Stelle trat die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft für 2001 – 2017, die jedoch keine wirksamen Maßnahmen enthielt, um den Abwärtstrend zu stoppen.

Bezogen auf einzelne Getränkearten halten sich die Mehrweg- Bierflaschen mit über 70 % gegenüber Einweg-Angeboten (insbesondere Dosen) noch relativ gut (siehe Abbildung 2).

Abb. 2: Mehrweganteile bei Getränkeverpackungen in Österreich 1994 – 2013 gegliedert nach Getränkeart (Anm. Daten nur bis 2013 verfügbar). Quelle: Österreichisches Ökologie-Institut

Doch auch bei Bier ist bei der 0,33 Liter Variante ein Trend hin zu Einwegflasche und Dose erkennbar.

Besonders dramatisch ist die Mehrwegquote hingegen bei Mineralwasser von 96 % im Jahr 1994 auf unter 10 % im Jahr 2015 gesunken.

Abfallvermeidung ist der oberste Grundsatz im europäischen Abfallrecht, trotzdem werden in Österreich über vier Milliarden Getränke in Dosen, Einwegplastikflaschen und anderen Einwegverpackungen pro Jahr verkauft und weggeworfen. Das stoffliche Recycling in diesem Bereich zeigt nicht wirklich die erwünschte Wirkung, daher wird der Großteil dieser Einwegverpackungen entsorgt. Einweggetränkeverpackung verbrauchen deutlich mehr Ressourcen und vor allem Energie als Mehrweggetränkeverpackung.

Dadurch tragen Einweggetränkeverpackungen in ökologischer Hinsicht bei mittleren und vor allem kurzen Transportentfernungen bei weitem mehr zur Belastung der Umwelt und zum Klimawandel bei. Leider setzt die österreichische Umweltpolitik nach der Aufhebung der rechtlichen Vorgaben zum Schutz von umweltfreundlichen Mehrwegverpackungen nur mehr auf zahnlose freiwillige Vereinbarungen wie jene der aktuellen Nachhaltigkeitsagenda Getränkeverpackungen. Der Mehrweganteil ist von rd. 60% auf rd. 20% gesunken, wobei diese Mehrwegquote fast ausschließlich vom Getränkeangebot der Gastronomie getragen wird. Sowohl aus den genannten Gründen des Umweltschutzes, aber auch zur langfristigen Unterstützung und Absicherung der regionalen kleinstrukturierten Mehrwegabfüller, ist nun eine kontinuierliche Steigerung der Mehrwegquote im Getränkesektor anzustreben, eine Stabilisierung ist bei weitem zu wenig.

DI Christian Pladerer vom Österreichischen Ökologie-Institut: “Im Sinne des Klima- und Umweltschutzes und zur langfristigen Unterstützung und Absicherung der regionalen Mehrwegabfüller ist eine kontinuierliche Steigerung der Mehrwegquote im Getränkesektor anzustreben, eine Stabilisierung ist bei weitem zu wenig.”

Vergleich mit Deutschland

Der Anteil von Mehrweggebinden am deutschen Getränkeverbrauch 2015 beträgt 44,3 %, im Vergleich zu 22% in Österreich. (Quelle Umweltbundesamt DE).

Im Unterschied zu Österreich wird in Deutschland ein Pfand auf Einweggetränke-verpackungen von jedem Vertreiber auf allen Handelsstufen bis zur Abgabe an den Endverbraucher erhoben.

In Deutschland wird auch die verpflichtende Festlegung eines Anteils abgefüllter Getränke in Mehrwegverpackungen von mindestens 70 Prozent bis 2021 gefordert. Die Deutsche Umwelthilfe fordert zusätzlich zum Pfand auf unökologische Einweggetränkeverpackungen nach der deutschen Verpackungsverordnung eine Abgabe in Richtung ressourcenschonender und abfallarmer Mehrwegsysteme. Gekoppelt mit einer sinnvollen Verwendung der damit erzielten Erlöse, sollte ein mittelfristiges Ansteigen der Mehrwegquote möglich sein. Die Abgabe sollte unmittelbar im Einzelhandel erhoben sowie separat auf dem Kaufbeleg des Konsumenten ausgewiesen werden.

Ergebnisse des Einkaufstests von LR Anschober: Mehrweg oder Einweg? Wie werden Bier, Mineralwasser, Säfte in OÖs Supermärkten angeboten?

In einem – nicht repräsentativen – Einkaufstest verschaffte sich LR Anschober einen Überblick, wie es um die Mehrwegflasche in den oö. Supermärkten bestellt ist.

Dabei nahm er das Getränkesortiment eines kleinen Bio-Ladens, einer „extra-großen“ Filiale einer Supermarktkette sowie eines kleinen Supermarktes an einer stark frequentierten Einkaufsstraße gelegen, genauer unter die Lupe.

Das Ergebnis kurz zusammengefasst:

Das Fazit ist leider ernüchternd. Mit Ausnahme von Bier sucht man Mehrwegflaschen meist entweder vergebens oder man findet sie versteckt in den hintersten Gängen des Supermarkts. Die Kennzeichnung von Mehrwegflaschen, um KundInnen die Entscheidung zwischen Mehrweg- und Einwegflaschen zu erleichtern, fehlt komplett.

Ein neues „Phänomen“ stellt Bier in der immer beliebter werdende 0,33 Liter Flasche dar. Problem dabei ist, zum Großteil ist es nur in der Variante Einweg oder gar in Dosen erhältlich, das zeigt auch der Einkaufstest. Auffallend hoch ist der Anteil von Einweggetränkeverpackungen bei gekühlten Getränken – gleich ob Bier, Mineral, Saft oder Limo. Wer an heißen Tagen eine kühle Erfrischung genießen möchte, dem bleibt fast ausschließlich nur der Griff zu Einwegflasche oder Dose.

Allgemein fiel auf: je kleiner das Sortiment, desto geringer der Anteil an Mehrweggetränken. Das gilt mit einer Ausnahme – das kleine Bio- Lebensmittelgeschäft „Mein Müli“ am Pfarrplatz. Schon beim Einkaufstest durch LR Anschober zu Plastiksackerl Mitte März wurde der Bio-Laden zum Testsieger ernannt und auch hinsichtlich Mehrwegverpackungen konnte „Mein Müli“ überzeugen.

Bier (0,5 Liter und 0,3 Liter), Mineralwasser, Saft und Limo wird ausschließlich im Mehrweggebinde angeboten. Auf Weinflaschen wird zwar kein Pfand eingehoben, die KundInnen aber darauf hingewiesen, die Flaschen wieder zurück zu bringen und somit eine Wiederbefüllung durch den Produzenten ermöglicht. Sogar aufgebrauchte Honiggläser können direkt im Geschäft zurückgebracht und somit im Anschluss wiederbefüllt werden.

Positivbeispiele: Mehrweg in Oberösterreich

Allerdings sind auch in Oberösterreich Betriebe beheimatet, die vorbildlich auf Mehrweg setzen, so füllt etwa die Firma Starzinger in Frankenmarkt ihr Mineralwasser in Mehrweg-Glasflaschen in mehreren Größen ab, die Firma Ritterbräu Neumarkt tut dies ebenso bei Limonaden und Säften.

Bier auch in 0,33 l Mehrweg-Glas bieten die Braukommune Freistadt und die Brauerei Hofstetten in St. Martin im Mühlkreis sowie Neufeldner Bier über regionale Nahversorger an.

Alois Meir, Neufeldner Biobrauerei:

Im Jahr 2011 haben die Brüder Alois (38) und Martin Meir (37) die Neufeldner Brauerei übernommen und binnen weniger Monate zu Oberösterreichs erster Bio-Brauerei umfunktioniert. Seither werden in der Brauerei, deren Geschichte bis in das Jahr 1523 zurückreicht, ausschließlich Bio-Biere gebraut. Während die Rücklaufquoten bei 0,5l- Flaschen (Bügelverschluss und NRW Flasche) immer sehr hoch waren, sind sie bei den 0,33l-Flaschen sehr niedrig (deutlich unter 20%).

Alois Meir sieht im niedrigen Flaschenpfand von 9 Cent eine Ursache für den geringen Rücklauf bei diesem Flaschentyp. Einen weiteren Grund vermutet Meir darin, dass der Konsument bei diesen Flaschen einfach nicht auf Pfand eingestellt ist. Die Neufeldner Bio-Brauerei verwendet bei 0,33l die sogenannte Ale-Mehrweglasche, dienach dem deutschen Pfandsystem ausgelegt ist.

“Wenn sich in Österreich etwas ändern soll, dann ist die Politik gefordert. Sie muss besser aufklären, mehr informieren und vermutlich ein anderes Pfandsystem einführen”, so Alois Meir. “Der Konsument wird von der Brauindustrie und überwiegend von Diskontern immer mehr zum Kauf von Einwegflaschen motiviert, das ist keine gute vor allem keine nachhaltige Entwicklung. Es braucht zudem eine deutliche Unterscheidung zwischen Einweg- und Mehrwegflaschen”, ergänzt Alois Meir.

Die Neufeldner Bio-Brauerei verwendet bei 0,33l nach wie vor Mehrwegflaschen, muss sie bei manchen Verpackungseinheiten (z.B. 9er Karton im Handel) aber als Einwegflaschen deklarieren. Teile des Handels haben ihre Leergebindeautomaten gar nicht auf diesen Typ von Mehrwegflaschen eingestellt.

Alois Meir dazu: “Wir haben bis dato rund EUR 50.000,- investiert, damit unsere Flaschen und Gebinde an den Rückgabeautomaten eingelesen werden können, für eine kleine Brauerei ist das sehr viel Geld”.

Nach Auskunft von Alois Meir kostet das zentrale Einlesen einer Kiste bei einer Supermarktkette eine nicht unbeträchtliche Summe, pro Filiale kommen dann weitere Beträge hinzu. Und je Flaschenformat kostet es dann noch mal zusätzlich je Filiale. Möchte man als kleiner Anbieter in Oberösterreich in 100 Filialen einer Supermarktkette beispielsweise mit einer Kiste und zwei Flaschentypen vertreten sein, dann erfordert das ein Investment von über EUR 40.000,-.

“Gäbe es ein verpflichtendes Pfand für alle 0,33l-Flaschen, dann wären die Rückgabeautomaten sicher dafür gerüstet. Das aktuelle System bestraft also jene, die auf Mehrweg setzen und begünstigt die Verwendung von Einwegflaschen”, führt Alois Meir aus.

Zu den bereits angeführten Nachteilen kommen laut Meir weitere hinzu; höhere Kosten für Mehrwegflaschen, die Komplexität in der Leergebindelogistik etc. Die Neufeldner Bio-Brauerei wird auch weiterhin auf Mehrwegflaschen setzen, erwartet sich aber ein Umdenken und vor allem ein Umsteuern von der Politik.

“Nachhaltiges Denken und Handeln darf einfach nicht zu einem Nachteil werden”, so Meir abschließend.

 

Maßnahmen und Forderungen zur Erhöhung des Mehrweg-Anteils a. Ökobonusmodell

Die Landesumweltreferent/innenkonferenz hat im Jahr 2009 Bundesminister Berlakovich ersucht, gemeinsam mit Vertreter/innen der Bundesländer verbindliche Maßnahmen zur Sicherung und Optimierung der Mehrweg-Getränkeverpackungssysteme in Österreich zu entwickeln und ein Umsetzungsmodell für die Erlassung einer rechtlich verbindlichen Regelung zu erarbeiten.

In der 2010 gegründeten Arbeitsgruppe wurde das “Ökobonusmodell“ entwickelt, mit dem Ziel, in 6 bis 8 Jahren den Anteil der Mehrweg- verpackungen von Getränken auf 50 % zu erhöhen.

Die Eckpunkte des Ökobonusmodells sind:

  •  Aufkommensneutrales Bonus-/Malussystem
  •  keine Verpackungssteuer
  •  Mehrwegzielquote für Unternehmen
  •  keine “Kollektivverantwortung der Wirtschaft”
  •  Mehrjähriger Stufenplan bis zur Wahlfreiheit der Konsument/innen
  •  Informationspflicht für Mehrweggetränkeverpackungen.
  •  Bewusstseinsbildung zum Thema Mehrweg-Getränkeverpackungen auf der Ebene der Konsument/innen, z.B. durch Fortführung der Initiative „Sag’s am Mehrweg“ oder durch eine Mehrweg-Initiative des Handels
  •  Förderung der Entwicklung von konsumentenfreundlichen Mehrwegverpackungen (z.B. Leichtverpackungen) und
  •  Vereinbarungen in den Bereichen Produktion und Handel über die Erweiterung des Angebots sowie gleichwertige Positionierung in den Regalen, Gestaltung spezieller Verkaufsbereiche für Mehrweg-Getränke, optimale Gestaltung der Rücknahmebereiche für Mehrweg, ausgeglichene Preisaktionen zwischen Mehr- und Einweg, Rabattaktionen für Mehrweg, gut lesbare Etiketten

     

    Fakten zur Nutzung von Mehrweg-Getränken

    Ökobilanzen belegen den Umweltvorteil von Mehrwegflaschen aus Glas und PET gegenüber den Einwegvarianten: Die dünnwandigen Kunststoffflaschen werden nach nur einmaliger Nutzung zerstört, Mehrweg hingegen bedeutet Ressourcenschutz durch Abfallvermeidung. Die Flaschen können zwischen 25 und 50 Mal wiederbefüllt und im Anschluss recycelt werden. (Quelle: Müll und Abfall, 5/17, 249).

    Im Vergleich zu Mehrwegflaschen müssen für Abfüllungen in Einwegflaschen deutlich mehr fossile Rohstoffe zur Erzeugung des Plastiks eingesetzt werden. Die besten Umweltwerte werden durch den Verkauf regionaler Mehrwegverpackungen mit entsprechend niedriger Transportentfernung erreicht.

Die Deutsche Umwelthilfe spricht von einem Verhältnis regionaler Arbeitsplätze zwischen Einweg und Mehrweg von 1 zu 3 bis 5. Das heißt Mehrwegsysteme erhalten drei bis fünfmal so viele regionale Arbeitsplätze und tragen somit zur regionalen Wertschöpfung bei.

Die Firma SodaStream hat eine Kampagne gegen Plastikflaschen gestartet. Ein Teil der Kampagne ist eine Petition zu gesetzlichen Maßnahmen gegen Plastikflaschen in Deutschland und Österreich, die bereits von über 90.000 Personen unterzeichnet wurde.

Initiative und Forderungen LR Anschober

Weder die Sozialpartnerempfehlung zur Beibehaltung, noch die im Entwurf für einen Bundesabfallwirtschaftsplan 2017 enthaltene Stabilisierung der Mehrwegquote auf niedrigem Niveau entsprechen der langjährigen Forderung der Länder nach rechtlich verbindlichen Regelungen und ökonomischen Anreizen zur Erhöhung des Mehrweg-anteils bei Getränkeverpackungen.

Da das unternehmensbezogene Ökobonusmodell noch nicht realisiert werden konnte, streben die Länder weiter konkrete Maßnahmen zur Steigerung des Mehrweganteils für Getränkeverpackungen an.

Bei der Landesumweltreferent/innenkonferenz unter dem Vorsitz OÖs Ende Juni in Gmunden haben die Umwelt-Landesräte erneut an den zuständigen Minister Rupprechter appelliert, wirkungsvolle Alternativen zu einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“ unter Einbindung der Länder zu erarbeiten und umzusetzen.

Besonders hervorzuheben sind nachstehende Maßnahmen:

Verpflichtung zur Verwendung von Mehrweggebinden bei Veranstaltungen in Anlehnung an das Wiener AWG

Mit Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein für wertvolles Trinkwasser vertiefen

ökonomische Anreize zur Erhöhung des Mehrweganteils bei Getränkeverpackungen in Anlehnung an das Ökobonus-Modell

Bewerbung und Umsetzung eines flächendeckenden Angebotes von Bier in der 0,33l- MW-Glasflasche im Handel bis Ende 2017

Erweiterung des Angebotes von Getränken in Mehrwegverpackungen sowie gleichwertige Positionierung in den Regalen mit Getränken in Einwegverpackungen

durchgängige Kennzeichnung auch am Regal, die zu einer besseren Erkennbarkeit von Einweg/Mehrweg für Konsument/innen führt

v.l.: Alois Meir, LR Rudi Anschober DI Christian Pladerer Foto: Land OÖ

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Der OÖ Mehrwegflaschen-Check – Wie nachhaltig ist das Getränke-Angebot in unseren Supermärkten