Basketball Bundesliga/Semifinale
19. Mai, 2017 um 13:40

Der Welser Kapitän Davor Lamesic eröffnet das 3. Playoff-Halbfinalspiel der Redwell Gunners Oberwart gegen den WBC Raiffeisen Wels mit 2 Punkten, Andell Cumberbatch erobert die Führung postwendend wieder zurück. Beide Mannschaften spielen auf Augenhöhe, es geht munter hin und her, die zahlreich mitgereisten Gunners-Fans sorgen gemeinsam mit dem Welser Heimpublikum für eine tolle Stimmung von den Rängen. Dann beginnt sich Wels leicht abzusetzen, zuerst durch Lamesic, dann trifft Ales Chan einen Dreier zum 13:7 – Gunners-Headcoach Chris Cougaz nimmt eine Auszeit. Cedric Kuakumensah und Jamari Traylor verkürzen daraufhin auf minus 2. Chan hält noch einmal dagegen, aber Kuakumensah und Cumberbatch sorgen für einen Gleichstand zum Ende des 1. Viertels (15:15).

Der 2. Abschnitt beginnt gut – für Wels. Chan trifft 2 Dreier in Folge, die Oberösterreicher führen mit plus 6. Dann geht es munter hin und her, weiter mit leichter Führung der Hausherren. Traylor hält den Rückstand mit einem schönen Dunk bei 6 Punkten, aber Csebits kontert. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Andell Cumberbatch nimmt der Welser Headcoach Mike Coffin eine Auszeit (29:23). Cigoja kommt erholt zurück und trifft einen Dreier, aber Cumberbatch und Dreier von Derek Jackson und Chris McNealy zwingen Wels zur nächsten Auszeit 3 Minuten vor der Halbzeitpause (32:31). Diesmal ist es Lorenzo O´Neal, der nach Wiederanpfiff mit einem Distanzwurf erfolgreich ist, Kevin Payton trifft für Zwei. McNealy ist das egal, er trifft den nächsten Dreier für die Gunners und besiegelt damit den Halbzeitstand von 37:34.

Jackson machte in Hälfte zwei weiter, wo McNealy aufgehört hat – mit einem Dreier gleicht er aus. Und Cumberbatch besorgt nach Punkten aus einem Fastbreak die erste Führung der Gunners seit dem 1. Viertel (37:39). Die hält allerdings nicht lange, Chan ist weiter „heiß“. Der Meister kommt jetzt besser ins Spiel und ist aggressiver in der Verteidigung. Prompt führen die Gunners nach Punkten von Traylor und McNealy mit plus 5 (39:44), was Wels zu einer Auszeit veranlasst. Payton verkürzt, aber Cumberbatch baut den Vorsprung mit einem Dreier weiter aus und Jackson legt noch einen drauf: Die Gunners führen zwei Minuten vor dem Ende des Viertels mit 41:49. Die Hausherren geben sich aber noch nicht geschlagen und kämpfen sich zurück – Gunners-Headcoach Chris Chougaz nimmt beim Stand von 45:49 eine Auszeit. McNealy für die Gunners, Cigoja für Wels – mit einem Spielstand von 48:51 geht es ins letzte Viertel.

Cumberbatch eröffnet mit zwei schönen Punkten, aber Wright hält dagegen. Das Spiel wird hektischer und kampfbetont – Playoff-Basketball eben. Viele Körbe fallen nicht, zu verbissen verteidigen beide Mannschaften. Als Thomas Csebits auf 54:55 stellt, nimmt Gunners-Headcoach Chris Chougaz eine Auszeit. Chan erobert die Führung für Wels zurück, Csebits verwertet danach einen Freiwurf nach Technischem Foul gegen Headcoach Chougaz nach Kritik. Chris McNealy macht das Spiel dann 2 Minuten vor dem Ende mit zwei erfolgreichen Freiwürfen endgültig spannend – er gleicht zum 57:57 aus, die Crunchtime hat begonnen.

Wright trifft nach Foul an ihm zwei Freiwürfe, die Gunners verlieren zwei Mal den Ball im Angriff und Csebits trifft zum 61:57. Die Gunners nehmen eine Auszeit und versuchen noch einmal alles, treffen aber nicht und müssen foulen, um die Uhr zu stoppen. Wels agiert aber eiskalt von der Dreierlinie, feiert einen 62:57-Sieg und führt in der Serie mit 2:1.

Kapfenberg Bulls – Gmunden Swans 81:68 (21:19, 41:28, 58:50)

Die Swans müssen schon während des Aufwärmens zur Kenntnis nehmen, dass die Knieverletzung von Wesby dessen Einsatz nicht zulässt, damit fällt neben Steed der 2. von den 4 Swans-Legionären aus.

Trotzdem haben die Gmundner den besseren Start, führen durch gute Aktionen von Murati, Ojo und Blazan rasch 7:2. Kapfenberg kommt aber vor allem durch Vujosevic ebenso schnell auf 9:8 heran. Gaidys per Dreier und Blazan bauen die Swans-Führung wieder auf 14:10, Blazan mit einem weiteren Dreier auf 17:12 aus. Erst knapp vor der Viertelpause kann Kapfenberg durch einen Coffin-Dreier und 2 Krämer Freiwürfen (nach einem Ref-Geschenk) ausgleichen. Kurios dann die letzten 27 Sekunden: Zuerst versemmeln die Swans ihre letzte Offense, begehen eine 24 Sekunden Übertretung. Als dann Kapfenberg einwirft, stellt der Schreibertisch die verbleibende Zeit von 3,2 auf 5,1 Sekunden zurück, was die Refs natürlich auch nicht bemerken, prompt ergattern die Bulls nach einem Notwurf den Rebound und Vujosevic bringt sein Team mit der Viertelsirene erstmals in Front.

Im zweiten Spielabschnitt starten die Kapfenberger besser, führen 25:21. Aber Ojo per Dreier und mit einem weiteren Feldkorb bringt die Swans wieder in Führung. Dann beginnen aber 6 seltsame Minuten, in denen die Swans nur auf Außenwürfe setzen, nichts treffen und Kapfenberg viele Fastbreaks ermöglichen. Entscheidend sicher die 17. Minute: Friedrich verkürzt nochmals auf 33:28, Kapfenberg verliert in der Folge den Ball. Die Swans haben im nächsten Angriff gleich viermal die Chance, näher heranzukommen, erkämpfen immer super den Offensivrebound, verwerfen aber postwendend auch die folgenden Würfe. Das war irgendwie ein mentaler Schocker, denn Kapfenberg kann relativ einfach den Vorsprung ausbauen und zieht auf komfortable 13 Punkte davon.
Allerdings waren nicht nur die Swans an dieser Vorentscheidung „schuld“, denn wenn man in so einem aggressiv geführten Spiel ein Freiwurfverhältnis von 16:1 zugunsten Kapfenbergs und fast 9 Minuten keinen einzigen Pfiff bekommt, dann hat das ganze schon auch einen üblen Beigeschmack.

Im dritten Viertel ziehen die Bulls vorerst einmal auf 52:34 davon, ehe die Swans wieder Fahrt aufnehmen. Vornehmlich Klette ist es nun, der sich ein ums andere Mal in Szene setzt, plötzlich gibt’s auch die zuvor vermissten Pfiffe und die Gmundner kämpfen sich zuerst auf 54:44 heran. Auch ein Coffin Dreier zum 57:44 bringt die Gmundner nicht aus dem Konzept, sie holen weiter auf und kommen durch Blazan bis zur Viertelpause auf 58:50.

Auch zu Beginn des 4. Spielabschnittes hält der Aufwärtstrend an, Klette ist weiterhin on fire, stellt auf 60:54. Aber nun macht sich die kurze Rotation der Swans langsam bemerkbar, es unterlaufen etliche Ballverluste und Kapfenberg nutzt dies weidlich aus: Die Bulls müssen praktisch nur auf die Fehler der Gmundner warten, sind selbst im Transition-Spiel sehr stark und stellen mit einem 19:0 Run die Weichen auf Sieg. Erst in der Schlussphase gelingt den Gmundnern noch Resultats Kosmetik.

In Summe ein klarer und verdienter Sieg der Bulls, die zeitweise schon recht müde wirkende Swans mit druckvoller (und auch tolerierter) Defense regelrecht niederkämpften. Das schlägt sich auch in allen statistischen Bereichen nieder, sowohl was Wurfprozentsatz (41:37%), Rebound (37:32) und Turnover (15:17) liegen die Kapfenberger leicht voran. Der einzige gravierende Unterschied waren die Freiwürfe, da bekam Kapfenberg 30 zugesprochen, von denen sie 24 verwerteten, die Swans nur 16 (bei 12 Treffern), davon allerdings 7, als das Spiel in der Schlussphase schon entschieden war.

Punkte/Sonstiges:
Blazan 17, 3 Rebounds; Friedrich 13, Klette 13, 3 Rebounds; Ojo 9, 3 Rebounds, 4 Turnover; Gaidys 8, 8 Rebounds, 3 Assists; Murati 5, 3 Rebounds, 5 Assists; Linortner 3, 2 Rebounds, Mitchell 0, 4 Rebounds.

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