Vor den Vorhang
2. April, 2017 um 6:00

SalzkammergütlerIn der Woche: Felicitas Zehetner – Gründerin und Obfrau der MAS Alzheimerhilfe Bad Ischl

 

 

Kurzer Steckbrief:

Name: Felicitas Zehetner

Wohnort: Bad Ischl

Beruf: akad. Gerontologin Obfrau und Gründerin der MAS Alzheimerhilfe

 

 

Kurze Beschreibung der Tätigkeit:

Gründerin und Obfrau der MAS Alzheimerhilfe

Als Obfrau bestimme ich den Kurs und die Agenden der MAS Alzheimerhilfe maßgeblich mit. Es geht sowohl um die inhaltlichen als auch strategischen Ausrichtungen. Speziell obliegen mir die Agenden der Durchführung des Alzheimerurlaubes für Paare in Bad Ischl. Dieser zweiwöchige Therapie- und Förderaufenthalt (TuF) in Bad Ischl ist der einzige TÜV-zertifizierte Alzheimerurlaub in Österreich. Hier wird der Partner oder Elternteil entlastet und die Betroffenen nach Ihren vorhandenen Fähigkeiten beschäftigt und gefördert. Ebenso fallen Sponsering-und Spendenaktivitäten in meinen Aufgabenbereich.

 

 

Wann und wie oft übe ich meine Tätigkeit aus?

Täglich zu den Bürozeiten, 38,5 Stunden

 

Ich bin dazu gekommen, MAS Alzheimerhilfe zu gründen, durch ….

Nach dem Tode meines Gatten 1996 (er war an Demenz/Alzheimer erkrankt) gründete ich 1997 den gemeinnützigen Verein MAS Alzheimerhilfe (Morbus Alzheimer Syndrom) um Verbesserungen für diese Familien und der von Demenz Betroffenen zu fordern. Meine Motivation war der allgemeine Nihilismus und die Meinung damals, bei Demenz/Alzheimer sei nichts zu machen, dem vehement zu widersprechen. Die MAS Alzheimerhilfe ist ein gemeinnütziger Verein mit in OÖ 6 Demenzservicestellen und ca.80 MitarbeiterInnen, der sich ausschließlich dem Thema Demenz/Alzheimer widmet und sich für Betroffene und Angehörige engagiert und viele Hilfs-Begleit-und Entlastungsprogramme anbietet. Auch in der Aus- und Weiterbildung stützen sich unsere Initiativen auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

 

 

Ich mache meine Obfrautätigkeit gerne, weil ich täglich sehe wie sich unser engagiertes MAS Team um Menschen mit Demenz und deren Angehörige annimmt und wir gemeinsam schon sehr viel verbessert haben..

 

Bei meiner Tätigkeit fasziniert mich vor allem…

Zu sehen, dass sich in den 20 Jahren der MAS Alzheimerhilfe einiges für Menschen mit Demenz und deren Angehörige verändert hat und die MAS Alzheimerhilfe heute das Herzstück der österreichischen Demenzstrategie bildet.

 

Mit  diesen Hindernissen/ Schwierigkeiten habe ich zu kämpfen:

Laut Expertenschätzungen hält ein Viertel der Betroffenen ihre Erkrankung geheim. Das hat fatale Folgen und steht auch Früherkennungs-Initiativen im Wege. Es verhindert aber auch eine optimale Betreuung und Begleitung der betroffenen Personen, was einhergeht mit einem rascheren Fortschreiten der Erkrankung. Es gilt dieses Tabuthema weiter aufzubrechen, damit sich diese Krankheit nicht weiter

im Verborgenen abspielt. Betroffenen und ihren Angehörigen muss auf allen Ebenen geholfen werden, damit sie möglichst lange qualitätsvoll zu Hause leben können. Die Menschen sollen wissen, dass sie nicht alleine sind und dass es jemanden gibt, der bei schwierigen Fragen hilft, Antworten zu suchen. Die MAS Alzheimerhilfe ist die konkrete Anlaufstelle in allen Fragen zu Demenz/Alzheimer.

 

 

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass… (Was soll mit der Tätigkeit passieren? Warum hat sie Zukunft/Warum nicht?)

130.000 Menschen in Österreich leiden an Demenz. Experten prognostizieren eine Verdoppelung bis 2050. Alzheimer/Demenz kann jeden treffen. Und wir sind alle als Gesellschaft gefordert. Es braucht mehr Unterstützung von allen Seiten für die Betroffenen und Angehörigen. Wir wissen jetzt: Menschen mit Demenz haben viele Fähigkeiten. Wir müssen diese Menschen unterstützen, und aufhören über Sie in Ihrer Gegenwart zu sprechen. Wir verletzen diese Person. Es braucht eine neue Kultur im Umgang mit Menschen mit Demenz und noch viel mehr Wissen über die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Betroffenen und es braucht qualifizierte helfende Menschen, Entlastungs-und Hilfsprogramme für Angehörige. Noch ist Alzheimer nicht heilbar. Aber schon jetzt schaffen wir es, dass wir mit gezielten, psychosozialen Maßnahmen (wie Trainings) und medikamentöse Therapien den Krankheitsverlauf verlangsamen und so bestmögliche Lebensqualität für betroffene Familien erreichen können. Die frühen Stadien der Erkrankung, wo noch viele Ressourcen vorhanden sind, können so verlängert und die späteren Stadien der Erkrankung in ihrer Dauer verkürzt werden. Dies bringt Lebensqualität für den Betroffenen und die Angehörigen. Meine Aufgabe ist es, Demenz/Alzheimer öffentlich zu machen, damit diese Menschen Unterstützung erhalten und es gelingt, dass die Öffentlichkeit schon bald mit betroffenen Familien so umgeht, als sie es mit Herzinfarkt-oder Krebspatienten tut.

Fotoquelle: Zehetner

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